Mutter schwer verletzt

Vierjährige stirbt bei russischem Raketenangriff auf Winnyzja – Frau von Selenskyj kannte Kind

Ukrainische Soldaten legen Blumen am Ort eines russischen Beschusses in Winnyzja nieder.

Ukrainische Soldaten legen Blumen am Ort eines russischen Beschusses in Winnyzja nieder.

Nach dem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Winnyzja wird das Ausmaß der Attacke klar. Unter den Opfern sind auch mehrere Kinder, unter anderem ein vierjähriges Mädchen. Ihre Mutter Iryna Dmitrijewa wurde bei dem Angriff schwer verletzt und werde derzeit in einem Krankenhaus behandelt, berichtete die BBC.

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Mutter in „kritischem“ Zustand

Die vierjährige Lisa sei mit dem Downsyndrom zur Welt gekommen und habe am Morgen des Angriffs am 14. Juli gemeinsam mit ihrer Mutter eine Logopädin aufgesucht. Als die Rakete unweit der Praxis einschlug, habe Lisas Mutter gerade die Straße überquert, mit Lisa in einem Kinderwagen, beschreibt das britische Nachrichtenportal die Szene vor dem Einschlag. Ukrainischen Medien zufolge sei die Vierjährige sofort gestorben, der Zustand ihrer Mutter sei „kritisch“. Iryna Dmytrijewa soll demnach auch noch nichts vom Tod ihrer Tochter erfahren haben, heißt es in einigen Medienberichten weiter.

Gegenüber der Associated Press erklärte die Tante von Dmytrijewa, Tetiana Dmytrysyna, hingegen: „Sie erinnerte sich, dass sie nach ihrer Tochter griff und Liza bereits tot war.“ Der 33‑Jährigen „wurde das Kostbarste geraubt, das sie hatte“, so die Frau. Dmytrijewa sei mittlerweile wieder bei Bewusstsein und liege auf der Intensivstation. „Sie ist eine Kämpferin. Sie wird es durchstehen. Wir beten alle für sie“, sagte ihre Tante.

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Olena Selenska, die Frau von Präsident Wolodymyr Selenskyj, äußerte sich bei Twitter bestürzt über den Tod des Mädchens. „Heute waren wir alle schockiert von dem Foto eines getöteten Babys in einer umgestürzten Kinderkarre aus Winnyzja. Als ich die Nachrichten gelesen habe, wurde mir klar, dass ich das Mädchen kenne.“ Selenska habe die Vierjährige beim Dreh für ein Weihnachtsvideo kennengelernt: „Das kleine Mädchen schaffte es, in nur einer halben Stunde nicht nur sich selbst und sein Kleid, sondern auch alle anderen Kinder, mich, die Kameraleute und den Regisseur mit Farbe zu bemalen“, erinnert sich Selenska. In dem beigefügten Video ist die Vierjährige gemeinsam mit anderen Kindern zu sehen. Selenska weine mit Lisas Angehörigen, heißt es abschließend unter dem Post.

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Bei dem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Winnyzja sind nach ukrainischen Angaben am Donnerstag 17 Menschen getötet und 90 weitere verletzt worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem „offenen Akt des Terrorismus“ gegen die Zivilbevölkerung in Gebieten ohne militärische Bedeutung. An der Explosionsstelle legen Menschen Blumen und Kerzen nieder, um der Opfer zu gedenken.

RND/al

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