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Wetterphänomen zum Feiertag

Saharastaub kommt erneut nach Deutschland – Häufung „schon ungewöhnlich“

Staub aus der Sahara färbte den Himmel über Deutschland in diesem Jahr schon mehrfach ein – wie hier über Stuttgart.

Zum wiederholten Male in diesem Jahr können die Menschen in Deutschland ein Wetterphänomen beobachten: Am Wochenende weht wieder Saharastaub über die Bundesrepublik. Am Donnerstag lag dieser bereits über Spanien und Frankreich. „Am Freitag kommt er dann auch zu uns, da der Wind nach Westen dreht“, erklärte der Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt von „Wetterkontor“ am Donnerstag gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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Am Samstag liege der Wüstenstaub vor allem über der Mitte und dem Süden Deutschlands – in einer Höhe von zwei bis drei Kilometern. Dort kann er durch kleinere Schauer ausgewaschen werden, was den sogenannten „Blutregen“ verursacht. „Am Sonntag wird der Saharastaub durch den Wind allmählich abgetrieben“, sagte Schmidt.

Saharastaub erneut über Deutschland: „Schon ungewöhnlich“

Dass in diesem Jahr schon mehr als dreimal Saharastaub nach Deutschland geweht wird, findet der Meteorologe „schon ungewöhnlich“. Gefährlich oder bedrohlich sei das aber keinesfalls. „Autofahrer ärgern sich wegen des Sandes auf ihren Fahrzeugen. Die einzigen, die sich freuen, sind die Tankstelleninhaber“, scherzte Schmidt. Ein Zusammenhang der Häufung des Wetterphänomens mit dem Klimawandel lasse sich nach Ansicht des Experten aber nicht, oder zumindest noch nicht, feststellen.

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Tanz in den Mai bei bis zu 18 Grad

Nach einem weitgehend schönen Donnerstag mit Temperaturen bis zu 20 Grad wird in Deutschland auch der Start ins Wochenende angenehm. Am Freitag erwartet der Meteorologe ebenfalls bis zu 20 Grad, wobei es im Norden wegen nördlicher Winde mit zehn bis 15 Grad etwas kühler sein kann.

Am Samstag kann es zum Tanz in den Mai vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands vereinzelt Schauer geben. Insgesamt werde das Wetter am letzten Apriltag wechselhaft mit einem Sonne-Wolken-Mix. „Der Norden bleibt aber weitgehend trocken“, erklärte Schmidt. Die Temperaturen liegen maximal bei zwölf bis 18 Grad. Abends kühle es aber ab.

Am 1. Mai kann es in Süddeutschland noch einmal kleinere Schauer geben. „Morgens ist es noch frisch, der Nachmittag wird angenehm. Es wird recht freundlich, dem Spaziergang steht also nichts im Wege“, sagte der Experte. Die Temperaturen am Sonntag seien ähnlich wie am Vortag.

DWD sagt Schauer und Gewitter am Feiertag voraus

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) blickt pessimistischer in Richtung Feiertag. Ausflüge ins Grüne dürften am 1. Mai in vielen Regionen Deutschlands der DWD-Prognose zufolge ins Wasser fallen. Vor allem im Süden werden demzufolge Schauer und Gewitter erwartet. Nur in der Nordhälfte bleibt es vergleichsweise freundlich. Allerdings: „Mit Höchstwerten meist unter der 20-Grad-Marke ist es für die Jahreszeit etwas zu kühl“, sagte ein DWD-Meteorologe am Donnerstag in Offenbach.

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Ursache für das unbeständige Wetter ist demnach ein sogenanntes Höhentief, das am Wochenende über Süddeutschland hinwegzieht. Dessen Luftverwirbelungen erzeugen laut DWD am Sonntag die Schauer. Diese halten sich bis zum Beginn der neuen Woche. „Ansonsten bleibt es bei einem Sonne-Wolken-Mix meist trocken bei leicht gedämpften Temperaturen“, sagte der DWD-Meteorologe.

RND/nis mit dpa

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