Standesbeamter verhindert Teufelsnamen

Auf klassische Namen wollte das Elternpaar nicht zurückgreifen.

Auf klassische Namen wollte das Elternpaar nicht zurückgreifen.

Kassel. Ein Kasseler Standesbeamter hat einem Medienbericht zufolge verhindert, dass ein Kind den Namen „Lucifer“ tragen muss. Der von den Eltern ausgewählte Name steht im christlichen Sprachgebrauch für den Teufel. Da der Standesbeamte das Wohl des Jungen wegen des Namens gefährdet sah, habe er die Beurkundung verweigert und das Amtsgericht zur Klärung eingeschaltet, berichtet die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (Mittwoch). Vor Gericht hätten die Eltern dann von ihrem ursprünglichen Wunsch Abstand genommen und sich auf „Lucian“ geeinigt.

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Der Name Lucifer war in jüngster Zeit durch eine US-Fernsehserie gleichen Namens populär geworden, die Anfang des Jahres auch in Deutschland ausgestrahlt wurde. Der Protagonist Lucifer gibt dort seinen Thron in der Hölle auf, um in Los Angeles einen Nachtclub zu gründen. Getrieben von seinem Bedürfnis, Menschen zu bestrafen, begibt er sich auch auf Verbrecherjagd.

Name hat auch noch andere Bedeutungen

Weniger teuflisch, dafür umso heldenhafter ist der Name in der römischen Mythologie besetzt. Dort ist der „Lichtträger“ Lucifer die Personifikation des Morgensterns. Ist der Begriff Lucifer im Neuen Testament noch positiv konnotiert, wird die Bezeichnung ab dem vierten Jahrhundert mit Satan identifiziert.

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Kurioserweise ist der Name „Lucifer“ auch der Name eines Verschlüsselungsverfahrens eines großen US-amerikanisches IT-und Beratungsunternehmen aus Armonk (New York).

Von dpa/lin/RND

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