Täter war Schwager des Club-Betreibers

Die Diskothek Grey in Konstanz war in der Nacht zum Sonntag Schauplatz eines tödlichen Schusswechsels.

Die Diskothek Grey in Konstanz war in der Nacht zum Sonntag Schauplatz eines tödlichen Schusswechsels.

Konstanz. Bei der Schießerei in einer Disco in Konstanz handelt es sich nach Angaben von Baden-Württembergs Innenministerium nicht um ein islamistisch motiviertes Verbrechen. Das teilte Innenstaatssekretär Martin Jäger am Sonntag auf einer Pressekonferenz in Konstanz mit. Der Täter, ein 34 Jahre alter Mann, hatte am frühen Sonntagmorgen mit einem amerikanischen Sturmgewehr in der Disco um sich geschossen. Der Täter starb dann durch Polizeischüsse, nachdem er einen Türsteher erschossen hatte. Drei Menschen wurden schwer und sieben leicht verletzt.

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Nach Polizeipräsident Ekkehard Falk ist bei dem tödlichen Angriff wohl noch Schlimmeres verhindert worden. Durch ein neues Einsatzkonzept der Polizei seien so bezeichnete Erstinterventionskräfte schnell an Ort und Stelle gewesen, sagte Falk am Sonntag. Dadurch sei wohl verhindert worden, dass mehr Menschen zu Schaden kamen. An der Disco seien nach Eingang der Notrufe rasch elf Einsatzwagen gewesen.

Nach Angaben des Experten Andreas Stenger vom Landeskriminalamt nutzte der Mann eine US-Kriegswaffe vom Typ M16. Das Sturmgewehr sei die Standardwaffe der US-Streitkräfte. Woher der Mann die Waffe hatte, war zunächst unklar.

Der Angreifer soll seit 15 Jahren im Kreis Konstanz leben. Möglicherweise handele es sich um eine Beziehungstat, so ein Polizeisprecher in Konstanz. Der Täter geriet in der Disco, die seinem Schwager gehört, mit mehreren Personen in Streit. Daraufhin fuhr der Mann irakisch-kurdischer Herkunft nach Hause, holte sein Sturmgewehr und kehrte zum Tatort zurück. Laut Polizei war der Täter vorbestraft wegen Körperverletzung und Verstößen gegen das Betäubungsmittel-Gesetz.

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Irrtümlicherweise war bei der Pressekonferenz am Sonntagnachmittag die Rede davon gewesen, der Täter sei der Schwiegersohn des Disco-Betreibers. Diese Angabe korrigierte die Polizei am Sonntagabend. Der 34 Jahre alte Todesschütze war der Schwager des Club-Betreibers.

Von RND/krö/dpa

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