Mutmaßlicher Fluchthelfer festgenommen

Tochter in Paraguay versteckt: Gesuchte Impfgegner veröffentlichen Videobotschaft

Anne Maja Reiniger-Egler aus Deutschland hält das Foto ihrer vermissten zehnjährigen Tochter.

Anne Maja Reiniger-Egler aus Deutschland hält das Foto ihrer vermissten zehnjährigen Tochter.

Seit mehr als einem halben Jahr sucht Anne Maja Reiniger-Egler aus Essen nach ihrer zehnjährigen Tochter Clara. Das Mädchen war vom Ex-Mann der Frau, einem Impfgegner und „Querdenker“, nach Paraguay gebracht worden. Zusammen mit Andreas Egler untergetaucht sind seine zweite Ehefrau und deren elfjährige Tochter. Inzwischen sucht die Polizei mit einem internationalen Haftbefehl nach Claras Vater. Jetzt gibt es einen ersten Fahndungserfolg.

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Wie die paraguayische Zeitung „ABC Colour“ am Dienstag berichtete, soll ein Fahrzeug der Untergetauchten gefunden worden sein. In diesem Zusammenhang sei ein 35 Jahre alter Mann festgenommen worden, der verdächtigt wird, als Fluchthelfer an der Entführung beteiligt gewesen zu sein.

Mit diesem Plakat suchen die Behörden in Paraguay nach den beiden Kindern – sowie nach dem Vater des einen und der Mutter des anderen Mädchens.

Mit diesem Plakat suchen die Behörden in Paraguay nach den beiden Kindern – sowie nach dem Vater des einen und der Mutter des anderen Mädchens.

Gesuchte Mädchen äußern sich in Video

Wenige Stunden nach der Festnahme soll das gesuchte deutsche Ehepaar ein Video mit den beiden vermissten Mädchen veröffentlicht haben, das dem „Spiegel“ vorliegt. Wie das Magazin berichtet, kommen in dem rund zweieinhalbminütigen Video neben Andreas Egler auch seine Frau und die beiden Mädchen zu Wort. Egler, Vater der zehnjährigen Clara, soll sich in der Aufnahme zuerst geäußert haben: „Wir sind die Familie Egler, die weltweit mittlerweile gesucht wird wie Schwerverbrecher, wie Mörder, wie Kriminelle“, soll er sagen. Seine Frau Anna bekräftige im Anschluss, sie und ihr 45-jähriger Ehemann hätten ihre „Kinder nur schützen wollen“.

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Dem Bericht zufolge sitzen die Eltern und die beiden Kinder in der Videoaufnahme gemeinsam vor einer Wand. Äußerlich sollen die Mädchen einen unversehrten Eindruck machen. Alle vier sprechen abwechselnd, wobei es den Anschein habe, dass die Aussagen von einem Schriftstück abgelesen werden. „Ich will, dass die Welt weiß, dass ich freiwillig mitgekommen bin und nicht entführt worden bin“, sagte das zehnjährige Mädchen.

Der Anwalt der in Deutschland zurückgelassenen Eltern wandte sich in einem offenen Brief an die Flüchtigen. „Tun Sie das Richtige. Melden Sie sich bei uns oder den Behörden“, hieß es in dem Schreiben. „Unseren Mandanten geht es nicht um Strafe. Sie wollen mit Ihnen eine Lösung finden, die allen eine Zukunft in Frieden und eine Rückkehr in ein normales Leben ermöglicht.“

Medienberichten zufolge hinterließ das Paar einen Abschiedsbrief, in dem es sich gegen eine Impfung der Mädchen gegen das Coronavirus aussprach.

RND/liz mit dpa

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