Über 150 Tote bei Tanklastwagen-Tragödie in Pakistan

Multan. Die Explosion eines Tanklastwagens in Pakistan hat am Sonntag mindestens 153 Menschen das Leben gekostet. Ein leitendes Mitglied der Rettungsdienste, Dr. Mohammed Baqar, befürchtete, die Zahl werde noch weiter steigen, da Dutzende Menschen mit schweren Verbrennungen in kritischem Zustand waren. Ein Krankenhaus in dem nahe der Unfallstelle gelegenen Ort Bahawalpur rief angesichts der vielen Notfälle den Notstand aus.

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Die meisten Patienten hätten Verbrennungen an mehr als 80 Prozent ihres Körpers erlitten, sagte ein Arzt des Victoria-Krankenhauses, Dr. Javed Iqbal. Sie sollten mit einem Militärflugzeug in die Hauptstadt der Provinz Punjab, Lahore, geflogen werden. Andere Schwerverletzte wurden mit Armee-Hubschraubern in das 100 Kilometer entfernte Multan geflogen.

Der Fahrer des Tanklastwagens hatte auf der Fernstraße zwischen Karachi und Lahore bei Bahawalpur die Kontrolle verloren, sein Lastwagen kippte um. Doch das war nur der Anfang der Tragödie, die ihren Lauf nahm, weil Anwohner die Chance sahen, sich mit Treibstoff zu versorgen. Über den Lautsprecher der Moschee wurden sie über den Unfall informiert, wie der örtliche Polizist Rana Mohammed Salim berichtete. Dutzende rannten mit Kanistern zur Unfallstelle, um auslaufenden Treibstoff aufzusammeln.

Lastzug explodiert in Feuerball

Ein Sprecher der Autobahnpolizei, Imran Shah, sagte einem örtlichen Fernsehsender, die Polizei sei schnell an der Unfallstelle gewesen, um den Verkehr umzuleiten. Gegen den Ansturm der Dorfbewohner sei sie machtlos gewesen. Der Lastzug explodierte in einem Feuerball.

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Pakistanische Fernsehsender zeigten Bilder von einer aus dem umgestürzten Lastwagen aufsteigenden riesigen Rauchwolke, von Rettungswagen und Armee-Hubschraubern, die Verletzte in Krankenhäuser brachten.

Etliche Menschen seien bis zur Unkenntlichkeit verbrannt und müssten mit DNA-Tests identifiziert werden, sagte Einsatzleiter Baqar. Unter den Todesopfern seien Männer, Frauen und Kinder. Ein Polizist, Abdul Malik, schilderte eine „entsetzliche Szene“: „Ich habe so etwas noch nie in meinem Leben gesehen. Opfer gefangen in einem Feuerball. Sie schrien nach Hilfe.“ Als das Feuer nachließ, „sahen wir überall Leichen, viele waren nur noch Skelette. Die Menschen, die noch lebten, waren in wirklich schlechtem Zustand.“

Augenzeugen sagten, viele Dorfbewohner seien mit Motorrädern zur Unfallstelle gebracht worden. Sie zählten dort 30 Motorräder und acht zerstörte Fahrzeuge.

Von RND/ap

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