Ukraine streitet über marschierende Soldatinnen in Absatzschuhen

Das vom Pressedienst des ukrainischen Verteidigungsministeriums veröffentlichte Foto zeigt ukrainische Soldatinnen in Absatzschuhen während einer Militärparade.

Das vom Pressedienst des ukrainischen Verteidigungsministeriums veröffentlichte Foto zeigt ukrainische Soldatinnen in Absatzschuhen während einer Militärparade.

Kiew. Fotos von marschierenden Soldatinnen in schwarzen Absatzschuhen haben in der Ukraine Empörung ausgelöst – nun hat der Verteidigungsminister den Kauf neuer Schuhe in Aussicht gestellt. Die Behörde von Andrej Taran hatte vor einigen Tagen Fotos von Studentinnen einer Kiewer Militärhochschule veröffentlicht, die in Schuhen mit Blockabsätzen für den ukrainischen Unabhängigkeitstag am 24. August trainierten. Laut Gleichstellungsbeauftragtem der Armee waren die Absätze 5,4 Zentimeter hoch. Daraufhin wurden Vorwürfe laut, die Aktion demütige die Soldatinnen und sei sexistisch.

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Bei einem Treffen mit Verteidigungsminister Taran hätten die Soldatinnen nun geäußert, dass die Schuhe zum Marschieren „einfach unbequem“ seien, hieß es in einer Ministeriumsmitteilung vom Wochenende. Taran habe angewiesen, für die Militärparade den Kauf neuer Schuhe zu prüfen. Gleichzeitig betonte das Ministerium, die überwiegende Mehrheit der Frauen habe sich dafür ausgesprochen, an dem Feiertag eine spezielle Paradeuniform zu tragen.

Die Fotos hatten in der vergangenen Woche nicht nur im Internet für Spott und Empörung gesorgt, sondern auch im ukrainischen Parlament hitzige Diskussionen ausgelöst. Die stellvertretende Parlamentspräsidentin Olena Kondratjuk forderte eine Entschuldigung für die Aktion. Die Oppositionspolitikerin Irina Geraschtschenko veröffentlichte auf Facebook Fotos von Abgeordneten, die dem Verteidigungsminister während der Plenarsitzung High Heels an den Platz brachten. Taran solle doch selbst solche Schuhe zur Parade tragen, schrieb sie dazu.

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RND/dpa

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