USA: Insassinnen melden brutale Übergriffe durch Dutzende Wärter

Nach mutmaßlichen tätlichen und sexuellen Übergriffen auf Insassinnen der einzigen Frauenhaftanstalt im US-Staat New Jersey sind rund 30 Wärter beurlaubt worden (Symbolbild).

Nach mutmaßlichen tätlichen und sexuellen Übergriffen auf Insassinnen der einzigen Frauenhaftanstalt im US-Staat New Jersey sind rund 30 Wärter beurlaubt worden (Symbolbild).

Clinton. Nach mutmaßlichen tätlichen und sexuellen Übergriffen auf Insassinnen der einzigen Frauenhaftanstalt im US-Staat New Jersey sind rund 30 Wärter beurlaubt worden. Dies teilte die Gewerkschaft des Gefängnispersonals am Donnerstag mit. Die Leitung der Haftanstalt Edna Mahan nahe der Stadt Clinton reagierte damit auf einen Bericht der Nachrichtenwebsite NJ.com, die mit einer Insassin gesprochen hatte. Sie berichtete, dass sie und andere Inhaftierte am 11. Januar zunächst an den Händen gefesselt geworden seien. Sie sei verprügelt, ausgezogen und unter eine Dusche gezerrt worden, wo ein Wärter sich an ihr vergangen habe.

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Die Mutter einer inhaftierten Transgender-Frau sagte NJ.com, dass ihre Tochter von einer Gruppe von Beamten im Gefängnis verprügelt worden sei. Drei Wärter seien ihr auch auf den Kopf getreten. Das Knie ihrer Tochter sei derart übel zugerichtet, dass sie nun einen Rollstuhl benutze, gab die Mutter an.

Sexuelle Übergriffe in dem Frauengefängnis „gravierend und verbreitet“

Ein Motiv für die mutmaßlichen Attacken war unklar. Doch vermutete eine der Insassinnen, dass es Vergeltung für Beschwerden über Beamte gewesen sei.

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Die Nachrichtenwebsite prüfte nach eigenen Angaben Briefe und Schilderungen von Fürsprechern und Verwandten der mutmaßlichen Betroffenen. Sexuelle Übergriffe seien in dem Frauengefängnis „gravierend und verbreitet“. Es gebe eine seit vielen Jahren gängige „Kultur der Akzeptanz“ dieser Missstände. Die Leitung habe es versäumt, Beschwerden über Misshandlungen angemessen zu untersuchen und jene zu schützen, die Attacken gemeldet hätten.

In einer Reaktion auf den Bericht forderten die demokratischen Senatoren im Kongress von New Jersey von Gouverneur Phil Murphy, den Chef des Strafvollzugs in dem Staat zu feuern.

In der Haftanstalt Edna Mahan sitzen 395 Frauen ein.

RND/AP

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