Weinen störte beim Videospiel

USA: Mann wegen Tötung seiner neun Monate alten Tochter hingerichtet

Blick in die Hinrichtungskammer des San Quentin Gefängnis im US-Bundesstaat Kalifornien, in der per Injektion Todesurteile vollstreckt werden.

Blick in die Hinrichtungskammer des San Quentin Gefängnis im US-Bundesstaat Kalifornien, in der per Injektion Todesurteile vollstreckt werden.

Ein wegen Tötung seiner neun Monate alten Tochter verurteilter Mann ist am Donnerstag im US-Staat Oklahoma hingerichtet worden. Seine Anwälte hatten die Tat ihres Mandanten nicht bestritten, aber geltend gemacht, dass er an einer schweren psychischen Erkrankung leide. Er war seit Wiederaufnahme der Hinrichtungen in Oklahoma vor einem Jahr der sechste Häftling, an dem die Todesstrafe vollstreckt wurde.

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Der Gesundheitszustand ihres Mandanten habe sich in den vergangenen Monaten verschlechtert, sagte seine Anwältin Katrina Conrad-Legler. Er leide an einer Hirnverletzung und paranoider Schizophrenie. Im September erklärten seine Anwälte bei einer Anhörung vor dem Begnadigungsausschuss des Staates Oklahoma, ihr Mandant habe eine medizinische Behandlung abgelehnt, seine persönliche Hygiene vernachlässigt, Lebensmittel gehortet und in einer abgedunkelten Zelle praktisch ohne Kommunikation mit Gefängnispersonal und Mitgefangenen gelebt. Der Ausschuss lehnte eine Begnadigung mit vier zu eins Stimmen ab.

Ein Bezirksrichter entschied in diesem Monat, dass der Verurteilte hingerichtet werden könne. Zwei Eingaben beim Obersten Gericht der USA, die geplante Hinrichtung noch zu stoppen, wurden abgelehnt, eine davon erst am Donnerstag.

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Die Staatsanwaltschaft bestritt eine schwere psychische Erkrankung des Mannes. Er habe seine Tochter getötet, weil ihr Weinen ihn beim Videospiel gestört habe. Die Anklage verwies darauf, dass er wegen Misshandlung eines weiteren Kindes bereits in Kalifornien eine Haftstrafe verbüßt habe.

RND/AP

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