Rede vor Rat von Hannover

Vitali Klitschko kritisiert Gasimporte aus Russland und fordert mehr Waffen von Deutschland

Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew und ehemaliger Boxprofi (Archivbild).

Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew und ehemaliger Boxprofi (Archivbild).

Hannover. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat erneut Energieimporte aus Russland kritisiert und weitere Waffenlieferungen von Deutschland gefordert. In einer Rede vor dem Rat von Hannover bedankte er sich auch für die bisherige Hilfe, betonte aber, dass sie nicht ausreiche.

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„Die Sanktionen sind hart. Aber jeder Bürger in Russland muss sagen: Stoppt den Krieg. Wir gehen in die falsche Richtung. Und die verstehen das, wenn die Sanktionen wirken. Die verstehen das, wenn Leichen russischer Soldaten nach Hause kommen“, so Klitschko.

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Kritik an Öl- und Gasimporten

Außerdem kritisierte er, dass es noch immer Importe von Gas und Öl nach Europa gebe. Er verstehe die wirtschaftlichen Verbindungen, doch es gehe um Souveränität.

„Jeder Cent, jeder Euro an die russische Föderation fließt nicht in die Wirtschaft. Jeder Cent, jeder Euro fließt nicht in sein Volk. Die russische Föderation investiert das Geld in die Armee. Sie sind stolz, die stärkste Armee zu haben“, betonte Klitschko.

„Kampf gegen europäische Werte“: Klitschko ruft zu voller Unterstützung für Ukraine auf

Kiews Bürgermeister Klitschko betonte bei der Sitzung des Münchner Stadtrats, Neutralität sei in der aktuellen Lage keine Option.

„Geben Sie bitte mehr Waffen. Ich möchte meine Stadt verteidigen“

Außerdem wiederholte er die Forderung nach mehr Waffenlieferungen an sein Land. An den Bürgermeister von Hannover gerichtet, sagte Klitschko: „Geben Sie bitte mehr Waffen. Ich möchte meine Stadt verteidigen.“ Kiew erwarte einen Ansturm der „stärksten Armee der Welt“. Der Krieg würde jeden betreffen, weil die Ukraine Werte verteidige.

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Gegen Ende seiner Rede erinnerte Vitali Klitschko an die Zeit vor der Eskalation durch die russische Invasion. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz habe er sich Waffen zur Verteidigung gewünscht. Von Deutschland habe er dann nur 5000 Helme bekommen.

Bruder und seine Delegation sind in Deutschland

Währenddessen ist sein Bruder Wladimir Klitschko mit einer Delegation aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Deutschland gefahren. Nach Informationen der „Bild“ soll die Delegation mindestens zwei Tage in Deutschland bleiben. Demnach hatte die Delegation um mehrere Gespräche mit verschiedenen Ministerinnen und Ministern gebeten.

„Es sind Treffen mit hochrangigen Politikern für eine politische Unterstützung der Ukraine geplant“, teilte Vitali Klitschko am Donnerstag im Nachrichtenkanal Telegram mit. Es gehe dabei um wirtschaftliche, humanitäre und militärische Hilfe für den von Russland angegriffenen Staat. Am Mittag traf sich Klitschko mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.

RND/sf mit dpa

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