Verdacht der Steuerhinterziehung und Geldwäsche

Bericht: Razzia bei russischem Oligarchen Usmanow in Bayern

Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Geldwäsche hat die Polizei einem Medienbericht zufolge Villen des Milliardärs Alischer Usmanow am Tegernsee durchsucht.

Wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Geldwäsche hat die Polizei einem Medienbericht zufolge Villen des Milliardärs Alischer Usmanow am Tegernsee durchsucht.

Rund 250 Polizeibeamte haben am Mittwochmorgen insgesamt 24 Objekte in Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Hamburg durchsucht.

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Wie der „Spiegel“ berichtet, handelt es sich bei den durchsuchten Objekten um Villen des russischen Oligarchen und Putin-Freundes Alischer Usmanow. Die Staatsanwaltschaft München II bestätigte die Identität des Tatverdächtigen zwar nicht, Augenzeugen hatten aber Einsatzkräfte beobachtet, die das Gebäude in Rottach-Egern am Morgen durchsucht hatten. Was durch die Staatsanwaltschaft München II hingegen bestätigt wurde, sind „umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen bei einem russischen Staatsbürger und vier weiteren Beschuldigten“.

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Verdacht der Steuerhinterziehung in Höhe von 555 Millionen Euro

Nach Angaben der Ermittler wird der Russe verdächtigt, eingefrorene Gelder ausgegeben zu haben, um damit die Bewachung seiner Immobilien in Oberbayern zu bezahlen. Es bestehe daher der Anfangsverdacht eines Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz, so die Behörde. Gegen vier weitere Beschuldigte wird wegen Beihilfe ermittelt. Sie sollen als Bewacher tätig gewesen sein und dafür Geld entgegengenommen haben. An der Aktion waren auch Beamte der Bundespolizei, der örtlichen Polizei sowie der Finanzverwaltungen von Bayern und Nordrhein-Westfalen beteiligt. Zuvor hatten unter anderem der „Spiegel“, der Bayerische Rundfunk und der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet.

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Zwischen 2014 und 2022 soll Usmanow laut „Spiegel“-Informationen Einkommens- und Schenkungssteuern in Höhe von insgesamt rund 555 Millionen Euro hinterzogen haben. Der Unternehmer scheint in Deutschland als steuerpflichtig erachtet zu werden. Denn seit 2014 hielt sich Usmanow wohl überwiegend am Tegernsee auf, heißt es in dem Bericht. Dort könnte er auch einen Wohnsitz gehabt haben. Zeitweise war der Russe im Münchner Stadtteil Bogenhausen gemeldet.

Usmanow war nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf die Sanktionsliste der Europäischen Union gesetzt worden. Sicherheitskreise vermuten ihn derzeit in Usbekistan.

RND/liz mit dpa

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