„Allied Spirit“: Tausende Nato-Soldaten üben den Ernstfall in der Oberpfalz

Bundeswehrsoldaten überqueren während des Nato-Manövers „Iron Wolf 2017" über eine Pontonbrücke den Fluß Neris in Litauen mit ihren Panzern. (Symbolbild) Mit Helikoptern, Panzern und Infanterie trainieren Militärkräfte aus mehr als zehn Ländern derzeit auf einem Übungsgelände beim oberpfälzischen Hohenfels (Landkreis Neumarkt) für den Ernstfall.

Bundeswehrsoldaten überqueren während des Nato-Manövers „Iron Wolf 2017" über eine Pontonbrücke den Fluß Neris in Litauen mit ihren Panzern. (Symbolbild) Mit Helikoptern, Panzern und Infanterie trainieren Militärkräfte aus mehr als zehn Ländern derzeit auf einem Übungsgelände beim oberpfälzischen Hohenfels (Landkreis Neumarkt) für den Ernstfall.

Hohenfels. Mit Helikoptern, Panzern und Infanterie trainieren Militärkräfte aus mehr als zehn Ländern derzeit auf einem Übungsgelände beim oberpfälzischen Hohenfels (Landkreis Neumarkt) für den Ernstfall.

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Mehr als 6000 Soldatinnen und Soldaten seien bei der Übung „Allied Spirit 2022“ im Einsatz, darunter gut 1500 aus Deutschland, sagte ein Sprecher der 1. Panzerdivision der Bundeswehr, die bei der Übung eine leitende Rolle einnimmt, am Donnerstag. Beteiligt seien darüber hinaus unter anderem die USA, Großbritannien, Italien, Polen, Lettland und Niederlande.

Die Übung „Allied Spirit“ findet demnach regelmäßig statt - mit dem derzeitigen Ukraine-Konflikt hat sie nach Angaben der Bundeswehr nichts zu tun. „Deutlich nein“, betonte der Sprecher der 1. Panzerdivision. Mit den Planungen zur diesjährigen Ausgabe sei bereits vor gut zwei Jahren begonnen worden. Die Übung geht noch bis Anfang Februar.

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+++ Liveblog zum Ukraine-Konflikt +++

163 Quadratkilometer großes Übungsgelände

Das US-amerikanisch geführte Übungsgelände ist mit 163 Quadratkilometern fast dreimal so groß wie der Starnberger See. Dort werden laut Bundeswehr-Mitteilung Großverbände von Nato-Kräften und multinationalen Partnern ausgebildet, um sie für Landoperationen überall auf der Welt einsetzbar zu machen. Es gibt ein 319 Kilometer langes Straßennetz, ganze Städte mit mehr als 1300 Gebäuden und ein eigenes Flugfeld. Trainiert werden kann demnach „das hochintensive Gefecht der verbundenen Waffen“. US-Truppen stehen „für eine realistische Darstellung des Feindes“ bereit.

Die Linken in Bayern kritisierten die Übung, es werde mal wieder Krieg beim Manöver gespielt. Landessprecherin Kathrin Flach Gomez sagte: „Bayern, und hier besonders die Oberpfalz, bleiben damit Drehscheibe und Aufmarschgebiet der Nato-Truppen für einen Ernstfall. Der ist gegenwärtig so nah wie schon lange nicht mehr. Gerade jetzt dürfen keine solchen Übungen stattfinden.“

RND/dpa

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