Rentenerhöhung von Inflation aufgefressen

Sozialverband VdK fordert weitere Hilfen für arme Rentner

Trotz jahrzehntelanger Arbeit reicht bei immer mehr Menschen die Rente nicht zum Leben.

Trotz jahrzehntelanger Arbeit reicht bei immer mehr Menschen die Rente nicht zum Leben.

Berlin. Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, hat im Hinblick auf die Rentenerhöhung weitere Finanzhilfen für arme Rentner gefordert. „Für arme Rentnerinnen und Rentner ist die Situation dramatisch. Sie kämpfen täglich mit den gestiegenen Ausgaben für Lebensmittel, Heizung und Strom“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Für 2023 ist erneut eine Rekordinflation angekündigt. Die Betroffenen brauchen dringend zusätzliche finanzielle Hilfen.“

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Bentele nannte die angekündigte Rentenerhöhung von 3,5 Prozent im Westen und 4,2 Prozent im Osten „wichtig“. Das Geld sei allerdings von den Rentnerinnen und Rentnern schon längst ausgegeben und verplant, mahnte die Sozialverbandschefin. „Aufgrund der hohen Inflation verpufft die Erhöhung sofort.“

„Die Renten müssen eins zu eins mit den Löhnen steigen.“

Sie pochte weiter auf die Erhöhung des Rentenniveaus. „Die Bundesregierung muss zudem die gesetzliche Rente stärken. Der Sozialverband VdK fordert, dass das Rentenniveau deutlich erhöht wird auf mindestens 50 Prozent, idealerweise auf 53 Prozent. Zudem müssen die Kürzungsfaktoren in der Rentenformel endlich dauerhaft gestrichen werden. Die Renten müssen eins zu eins mit den Löhnen steigen.“

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Die Deutsche Rentenversicherung Bund bekräftigte am Mittwoch in Würzburg, dass die Renten im kommenden Jahr um rund 3,5 Prozent in West- und um mehr als 4 Prozent in Ostdeutschland steigen dürften. „Wir haben einfach eine Rekordbeschäftigung“, sagte Präsidentin Gundula Roßbach. Roßbach betonte, dass die Steigerung der Einnahmen durch Pflichtbeiträge aus Beschäftigung mit plus 5,4 Prozent in diesem Jahr besonders deutlich ausgefallen sei.

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