Arbeitslose Ostdeutsche drängen in die Bundeswehr

Susanna Karawanskij (Linke) kritisiert die Arbeitsmarktpolitik: „Die ostdeutschen Erwerbslosen ergreifen jeden Strohhalm und gehen eben notgedrungen auch zur Bundeswehr.“

Susanna Karawanskij (Linke) kritisiert die Arbeitsmarktpolitik: „Die ostdeutschen Erwerbslosen ergreifen jeden Strohhalm und gehen eben notgedrungen auch zur Bundeswehr.“

Berlin. Danach entfielen im Jahr 2016 in Westdeutschland 0,2 Prozent der Abmeldungen von Arbeitssuchenden und 0,1 Prozent der Abmeldungen von Arbeitslosen auf Wehr-, Freiwilligen- oder Zivildienste, erklärte Anette Kramme (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin in Arbeitsministerium. „In Ostdeutschland beliefen sich die Anteile auf 0,5 bzw. 0,4 Prozent.“

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Auch in absoluten Zahlen gingen 2016 mehr ost- als westdeutsche Arbeitssuchende und Arbeitslose Ost- als Westdeutsche in Wehr- und Zivildienste: Von insgesamt 15 022 kamen 7637 aus den neuen Bundesländern.

Susanna Karawanskij, Ost-Koordinatorin der Linksfraktion im Bundestag, sprach gegenüber dem RND von einer „gescheiterten Arbeitsmarktpolitik“ der Bundesregierung, weshalb die ostdeutschen Erwerbslosen „jeden Strohhalm ergreifen und eben notgedrungen auch zur Bundeswehr gehen oder für ein Taschengeld als Freiwillige arbeiten“. Statt Waffendienst bräuchte der Osten ein Arbeitsmarktprogramm für strukturschwache Regionen, verlangte die Politikerin.

Von RND

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