„Barschel-Affäre“ war der größte Machtmissbrauch

Hält Barschel für einen Ganoven: SPD-Politiker Ralf Stegner.

Hält Barschel für einen Ganoven: SPD-Politiker Ralf Stegner.

Berlin. Vor 30 Jahren, in der Nacht auf den 11. Oktober 1987, starb der Politiker Uwe Barschel (CDU) in einem Genfer Hotelzimmer. Die Umstände seines Todes konnten bis heute nicht abschließend geklärt werden. Die polizeilichen Ermittlungen deuten auf Suizid.

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Barschel war von 1982 bis 1987 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Infolge der „Barschel-Affäre“ trat er am 2. Oktober 1987 als Ministerpräsident zurück. Uwe Barschel soll mehrere manipulatorische Aktionen gegen seinen SPD-Gegenkanidaten Björn Engholm veranlasst haben, unter anderem habe er ihn von einem Detektiv beschatten lassen.

Heute vor 30 Jahren wurde Uwe Barschel im Zimmer 317 des Genfer Hotel Beau-Rivage tot aufgefunden. Wie hat dieser Tag die Politik verändert?

Es war der Höhepunkte in einer spektakulären und skurrilen Geschichte und der größte Skandal in der Nachkriegszeit. Da war auch klar, dass Barschel der Ganove war, für den er gehalten wurde.

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Wie haben Sie diesen Tag wahrgenommen?

Ich war damals zum Studieren in Amerika. Damals wusste ich auch noch nicht, dass ich bald in Schleswig-Holstein arbeiten würde. Der Fall war so spektakulär, dass unter den deutschen Studenten überall darüber gesprochen wurde. Das waren Dimensionen von Machtmissbrauch, die waren undenkbar.

Ist für Sie die Frage Mord oder Selbstmord geklärt?

Ich kenne die Akteure, die die Mordthese verfechten – eine suspekte These. Deshalb glaube ich, dass es Selbstmord war.

Ihre Einschätzung: Würden Sie den Fall Barschel als größte Affäre der jüngeren deutschen Geschichte bezeichnen?

Ja, In meinen Augen war die Geschichte der größte Machtmissbrauch. Auch die Öffentlichkeit war schockiert.

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Von Lisa Neumann/RND

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