Behördenmitarbeiter müssen zur Cyber-Nachhilfe

Um gegen Hacker-Angriffe gewappnet zu sein, schickt die Bundesregierung Hunderte Behördenmitarbeiter zur Cyber-Nachhilfe.

Um gegen Hacker-Angriffe gewappnet zu sein, schickt die Bundesregierung Hunderte Behördenmitarbeiter zur Cyber-Nachhilfe.

Berlin. 2016 mussten insgesamt 1467 Beschäftigte von Bundesministerien und -behörden zur Cyber-Nachhilfe – ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von 22 Prozent. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die dem RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), zu den auch diese Zeitung gehört, vorliegt. An der Spitze lagen demnach das Bundesverkehrsministerium mit 539 sowie das Bundesinnenministerium mit 483 IT-Schulungen. In den Ressorts Bildung, Familie und Justiz gab es jeweils nur drei, im Bundeskanzleramt zwei Fortbildungen. Ausgenommen von der Erfassung ist das Bundesverteidigungsministerium, in dem Cyber-Lehrgänge für Soldaten Pflicht sind.

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Opposition: Nachhilfe offenbare „massive Defizite“

Der Linken-Bundestagsabgeordnete Jan Korte sagte dem RND, die Zahl Tausender Nachhilfestunden offenbare „massive Defizite“. Es sei unverständlich, dass der Bund Cyber-Studiengänge lediglich für die Bundeswehr anbiete. Im Kern gehe es der Bundesregierung mit der sogenannten Cyber-Sicherheitsstrategie um „weitere Aufrüstung und Militarisierung“, kritisierte Korte. Pro Tag verzeichnet die Bundesregierung zurzeit nach eigenen Angaben rund 20 Hacker-Angriffe auf ihre Computer. Einer pro Woche geht auf das Konto ausländischer Geheimdienste.

Von RND

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