Schwere Vorwürfe gegen verstorbenen Bischof

Bischofskonferenz will Untersuchung veröffentlichen

Missbrauch und Vertuschung sollen aufgeklärt werden.

Missbrauch und Vertuschung sollen aufgeklärt werden.

Die Sendung griff Informationen auf, wonach Stehle einem deutschen Priester nach einem Missbrauchsverdacht in den 1960er-Jahren geholfen haben soll, sich in Paraguay der Strafverfolgung zu entziehen. Zudem habe Stehle einen spanischen Priester bei einem ähnlichen Verdacht unterstützt. Ein weiterer Fall liege aus Kolumbien vor. Zudem gebe es Missbrauchsvorwürfe gegen Stehle selbst.

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Der Theologe lebte von 1926 bis 2017. Im Jahr 1972 betraute ihn die Bischofskonferenz mit der Leitung der Koordinierungsstelle für Priester, die befristet für Missionsdienste nach Lateinamerika entsandt wurden. Später wurde Stehle Geschäftsführer des Lateinamerika-Hilfswerks Adveniat.

Die Vorwürfe gegen Stehle seien bekannt, erklärte der Sprecher der Bischofskonferenz. Das Bischöfliche Hilfswerk Adveniat habe sich dazu im September und Dezember 2021. „Vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz ist eine Untersuchung in Auftrag gegeben worden, deren Ergebnisse in den nächsten Wochen erwartet werden“, hieß es weiter.

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Im September 2021 hatte eine Missbrauchsstudie aus Hildesheim Stehles mutmaßliche Beteiligung im Fall des Priesters B. bekannt gemacht. Adveniat erklärte damals: „Gegen B. hatte die Staatsanwaltschaft Braunschweig 1963 wegen des Verdachts des wiederholten sexuellen Missbrauchs an schutzbefohlenen Minderjährigen Haftbefehl erlassen. Die Beteiligung Stehles an der Vertuschung und Identitätsfälschung trug dazu bei, dass der Täter nicht zur Rechenschaft gezogen werden konnte.“ Das Leid der Opfer sei durch die Strafvereitelung vergrößert worden. „Wir bedauern dies zutiefst“, erklärte Adveniat damals.

RND/dpa

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