Bizarrer Streit um Leiche von Anis Amri

Elf Menschen riss der Attentäter Anis Amri mit sich in den Tod.

Elf Menschen riss der Attentäter Anis Amri mit sich in den Tod.

Rom. Italienische Behörden liefern sich einen bizarren Streit um die Leiche des Berlin-Attentäters Anis Amri. Die Stadt Sesto San Giovanni, wo Amri kurz vor Weihnachten erschossen wurde, weigert sich, die Rechnung für die Aufbewahrung der Leiche zu zahlen.

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Diese habe sie von der nahe gelegenen Stadt Mailand erhalten, wo Amri nach seinem Tod aufbewahrt wurde, schrieb der Bürgermeister von Sesto San Giovanni, Roberto Di Stefano, auf Facebook. Er sehe nicht ein, die 2160,18 Euro zu zahlen. „Ich weigere mich mit allen Mitteln gegen diese beschämende und beleidigende Aufforderung.“ Das Geld seiner Bürger werde „nie“ für einen Terroristen benutzt.

Amri hatte auf einem Berliner Weihnachtsmarkt zwölf Menschen getötet, darunter auch eine Italienerin. Nach einer Flucht durch Europa erschoss ein Polizist den Tunesier in Italien bei einer Routinekontrolle. Seine Leiche wurde nach langem Hin und Her Ende Juni nach Tunesien überstellt. Bürgermeister Di Stefano schickte nun eine Beschwerde unter anderem an Ministerpräsident Paolo Gentiloni. Das italienische Recht sieht vor, dass die Kosten für einen Leichnam, den niemand beansprucht, die Kommune übernimmt, in der die Person gestorben ist.

Von RND/dpa

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