Blinken: Russischer Angriff auf Ukraine würde viele Opfer fordern – und hätte globale Folgen

dpatopbilder - 20.01.2022, Berlin: Antony Blinken, Außenminister der USA, spricht bei einer gemeinsamen Veranstaltung vom German Marshall Fund, dem American Council on Germany, der Atlantik-Brücke und dem Aspen Institute in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Foto: Bernd Von Jutrczenka/dpa Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

dpatopbilder - 20.01.2022, Berlin: Antony Blinken, Außenminister der USA, spricht bei einer gemeinsamen Veranstaltung vom German Marshall Fund, dem American Council on Germany, der Atlantik-Brücke und dem Aspen Institute in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Foto: Bernd Von Jutrczenka/dpa Pool/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Berlin. Ein Angriff Russlands auf die Ukraine würde nach Ansicht von US-Außenminister Antony Blinken zu deutlich mehr Opfern führen als das bisherige Handeln Moskaus dort.

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Russland führe eine unbarmherzige Kampagne, die Ukraine zu destabilisieren, und sei nun offenbar bereit, noch weiter zu gehen, sagte Blinken am Donnerstag in Berlin mit Blick auf einen möglichen Einmarsch. Das Land lebe bereits seit 2014 mit den Konsequenzen der russischen Annexion der Krim-Halbinsel und der Destabilisierung der Donbass-Region. „Die menschlichen Kosten eines erneuten Angriffs Russlands wären um viele Größenordnungen höher als das, was wir bislang gesehen haben“, warnte Blinken.

Russland rechtfertige sein Handeln mit der Behauptung, dass die Ukraine eine Bedrohung der Sicherheit Russlands sei. „Das stellt die Wirklichkeit auf den Kopf“, sagte Blinken in einer Rede in Berlin bei der Atlantik-Brücke, einem Verein zur Förderung der transatlantischen Zusammenarbeit. Der Minister betonte, Moskau sei der Aggressor, nicht die Ukraine, die schlicht ihr eigenes Schicksal bestimmen wolle. „Die Ukraine ist hier nicht der Aggressor, die Ukraine versucht nur, zu überleben“, sagte Blinken. Im Falle einer Invasion in die Ukraine müsse sich Russland einer konzertierten und schwerwiegenden globalen Reaktion gegenübersehen.

Blinken warnt vor weltweiten Folgen

Für Blinken ist der Ukraine-Konflikt eine „Krise mit weltweiten Folgen“. Der US-Außenminister warnte mit eindringlichen Worten vor einem Einmarsch Russlands in die Ukraine. „Sobald die Grundsätze der Souveränität und der Selbstbestimmung über Bord geworfen werden, fällt man in eine Welt zurück, in der die Regeln, die wir über Jahrzehnte gemeinsam aufgestellt haben, erodieren. Und dann verschwinden“, sagte Blinken.

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Man dürfe nicht zulassen, dass Russland ungestraft gegen diese Grundsätze verstoße, so Blinken. In dem Konflikt ginge es darum, ob die Ukraine ein Recht darauf habe, eine Demokratie zu sein, sagte Blinken. „Und im Kern geht es um Russlands Ablehnung eines geeinten, freien und friedlichen Europas nach dem Kalten Krieg.“

Inmitten der schwerer Spannungen im Ukraine-Konflikt ist Blinken diese Woche zu Gesprächen nach Europa gereist. Am Mittwoch traf er in Kiew den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und seinen Amtskollegen Dmytro Kuleba. Nach Gesprächen am Donnerstag in Berlin trifft er am Freitag auch den russischen Außenminister Sergej Lawrow zu Gesprächen in Genf.

RND/dpa

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