Boot mit mehr als 100 Menschen kentert

Erst vor wenigen Tagen waren Flüchtlinge auf dem Mittelmeer in Seenot geraten – sie konnten gerettet werden. Jetzt ist erneut ein Boot gekentert.

Erst vor wenigen Tagen waren Flüchtlinge auf dem Mittelmeer in Seenot geraten – sie konnten gerettet werden. Jetzt ist erneut ein Boot gekentert.

Rom. Vor der libyschen Küste ist erneut ein Flüchtlingsboot in Seenot geraten. Mehr als 100 Menschen seien an Bord gewesen, schrieb der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Flavio Di Giacomo, am Sonnabend auf Twitter. Mindestens vier Menschen überlebten Di Giacomo zufolge das Unglück. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, dass acht Leichen geborgen wurden. Das Unglück habe sich etwa 48 Kilometer vor der libyschen Küste ereignet, hieß es. Nähere Informationen gab es zunächst nicht.

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Die italienische Küstenwache war für eine Bestätigung zunächst nicht zu erreichen. Die Überlebenden haben laut Ansa berichtet, dass an Bord des Bootes 107 Menschen gewesen seien. Die Wetterbedingungen seien sehr schlecht an der Unglücksstelle, hieß es.

Tausende 2016 auf dem Mittelmeer gestorben

Italienischen Medienberichten zufolge wurden bei einer Rettungsaktion drei weitere Leichen in Schlauchbooten nahe der Insel Lampedusa gefunden. Drei Migranten – darunter eine schwangere Frau – mussten wegen Unterkühlung ins Krankenhaus geflogen werden, berichtete Ansa.

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IOM zufolge starben in den ersten zehn Tagen des Jahres bereits 13 Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer, 1159 Flüchtlinge erreichten die Küsten. Für 2016 verzeichneten die Hilfsorganisationen einen traurigen Rekord: 5000 Menschen starben bei der gefährlichen Überfahrt nach Europa auf meist seeuntauglichen Booten.

Von dpa/RND

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