Steigende Krankenhauseinweisungen

Lauterbach warnt vor BA.5: nicht nur ansteckender, „sondern auch etwas gefährlicher“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bei einer Pressekonferenz zur Corona-Lage im Sommer in der Bundespressekonferenz.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bei einer Pressekonferenz zur Corona-Lage im Sommer in der Bundespressekonferenz.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat vor den Auswirkungen der Omikron-Untervariante BA.5 auch mit Blick auf den Herbst gewarnt. „BA.5 ist nicht nur deutlich ansteckender als andere Omikron-Varianten, sondern auch etwas gefährlicher“, schrieb der SPD-Politiker auf Twitter. „Für den Herbst ungut, aber Vorbereitungen laufen.“

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Lauterbach reagierte damit auf einen Beitrag des wissenschaftlichen Leiters des Divi-Intensivbettenregisters, Christian Karagiannidis. Dieser informierte auf Twitter, dass die Varianten BA.4 und BA.5 mit einer höheren Viruslast einhergehen und mehr die tieferen Lungenabschnitte betreffen würden. Auch wenn dies aktuell noch für keine allzu hohe Beatmungsquote auf den Intensivstationen sorge, appelliert Karagiannidis eindringlich: „Trotzdem bitte vierte Impfung für die Risikogruppen – jetzt.“

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Erst am Montag hatten die EU-Gesundheitsbehörde ECDC und die EU-Arzneimittelbehörde EMA allen Menschen ab 60 Jahren sowie Vorerkrankten eine weitere Auffrischimpfung empfohlen. Grund dafür seien die in vielen Ländern steigenden Fallzahlen und steigenden Krankenhauseinweisungen im Zuge der aktuellen Sommerwelle. Am Dienstag riet auch das Europabüro der Weltgesundheitsorganisation WHO zu der zweiten Booster-Impfung für immungeschwächte und andere gefährdete Menschen.

Den Daten des Robert Koch-Instituts zufolge ist BA.5 immer noch für den Großteil der Corona-Infektionen in Deutschland verantwortlich. In der aktuellsten untersuchten Stichprobe von vorletzter Woche machte sie bereits einen Anteil von 77 Prozent aus, nach 65 Prozent in der Woche zuvor. Mittlerweile dürfte der Anteil bereits noch höher liegen. Bei der weiteren Omikron-Sublinie BA.4, die zuletzt ebenfalls von Woche zu Woche zugelegt hatte, zeigt sich nun ein leicht rückläufiger Trend: Der Anteil sank von 7,5 auf nun 6,7 Prozent. Die restlichen Fälle gehen noch auf die zuvor dominierende Sublinie BA.2 zurück.

Das RKI teilte mit, dass „allein durch die starke Zunahme der Infektionsfälle“ auch eine entsprechend höhere Zahl schwerer Verläufe zu beobachten sei, die zu mehr Krankenhauseinweisungen führe.

Ist noch etwas von der Entschleunigung der Pandemie geblieben?

Wenn Sie täglich eine Stunde mehr zur Verfügung hätten, wofür würden Sie diese verwenden? Zeit­forschende haben untersucht, wie Menschen in der Pandemie ihren Umgang mit der Zeit verändert haben – mit überraschenden Ergebnissen.

Lungenfacharzt: „Hier ist nichts vorbei“

Der Lungenfacharzt Cihan Celik, der die Corona-Normalstation am Klinikum Darmstadt leitet, meldet derweil eine volle Belegung mit „schwer symptomatischen Patienten“. Aufgrund der aktuellen Lage müsse bald eine weitere Station teilgeräumt werden, um die Anzahl an Erkrankten aufnehmen zu können. Hinzu komme ein hoher Personalausfall. Sein Kommentar an alle, die bereits das Ende der Pandemie feierten: „Hier ist nichts ‚vorbei‘.“

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Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, berichtete bereits Anfang der Woche von einer für einen Sommer ungewöhnlich angespannten Lage auf den Intensivstationen. „Wir müssen schon wieder schauen, dass wir unsere Reihen geschlossen halten, das heißt, wir müssen Personal verschieben, wir müssen Personal aus dem Frei holen, also nach zwei Wochenenden auch das dritte Wochenende arbeiten“, sagte Marx am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Wir müssen auch schon wieder leider einige Operationen, die nicht unbedingt notwendig sind, verschieben, damit wir eben entsprechend alle unsere Notfälle gut und sicher versorgen können.“

RND/jst mit dpa

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