Grüne reagieren amüsiert

Umfrage der CSU zu Habecks Atomentscheid geht nach hinten los

„Was ist Ihrer Meinung nach die Grundlage für Habecks Entscheidung gegen den zeitweisen Weiterbetrieb der Kernkraft?“ Mit dieser Frage blamierte sich die CSU im Bundestag in dieser Woche im Netz.

„Was ist Ihrer Meinung nach die Grundlage für Habecks Entscheidung gegen den zeitweisen Weiterbetrieb der Kernkraft?“ Mit dieser Frage blamierte sich die CSU im Bundestag in dieser Woche im Netz.

Eine Umfrage der CSU im Bundestag bei Twitter ist nach hinten losgegangen. Bei einer kritischen Frage zu Wirtschaftsminister Robert Habecks Atomkraftentscheid stimmte ein Großteil der befragten Twitter-Nutzer anders ab, als es von der Partei erwartet sein dürfte. Besonders die Grünen freuten sich über den Reinfall der CSU-Fraktion im Bundestag.

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Am Mittwoch fragte die CSU im Bundestag ihre Twitter-Follower: „Was ist Ihrer Meinung nach die Grundlage für Habecks Entscheidung gegen den zeitweisen Weiterbetrieb der Kernkraft?“ Zur Auswahl standen die Antworten A. „Fakten“, B. „Ideologie“ oder C. „Ahnungslosigkeit“. Überraschenderweise stimmten fast 84 Prozent der beinahe 6000 Antworten für Habecks Faktenwissen. Nur rund 12 Prozent der Nutzer glaubten an eine ideologische Grundlage hinter Habecks Entscheidung zum planmäßigen Atomausstieg. Nur 4 Prozent stimmten für „Ahnungslosigkeit“.

Das Social-Media-Team der bayerischen Christdemokraten reagierte auf die Blamage genervt. „Liebe Grünen-Community, stark gevotet“, antwortete die CSU im Bundestag auf das Ergebnis. Die Grünen zeigten sich am Donnerstag amüsiert vom Ergebnis der vermeintlichen Umfrage. „Wir sind nur selten einer Meinung mit der CSU im Bundestag. Heute ist es so weit“, witzelte die Partei über die Umfrageergebnisse zu Habecks Faktenwissen.

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CSU bekräftigt Kritik an Habecks AKW-Plänen

Die CSU kritisierte zuletzt Habecks Entscheidung, die drei verbleibenden AKWs vom Netz zu nehmen, und lediglich zwei Anlagen in „Einsatzreserve“ zu überführen. Experten wie der TÜV-Süd und selbst der Betreiber des Kernkraftwerks Isar 2 hielten Habecks sogenannte „Reserve“ für technisch unmöglich, so die CSU im Bundestag. „Außerdem ist die AKW-Abschaltung wirtschaftsgefährdend, unsozial und europäisch unsolidarisch“, hieß es weiter.

Robert Habeck will zwei AKW als Notreserve behalten

Der Bundeswirtschaftsminister öffnet die Tür für einen zeitweisen Weiterbetrieb von zwei Atomkraftwerken – im Notfall.

Tatsächlich warnte der Isar-2-Betreiber Preussen Elektra Wirtschaftsminister Habeck in einem Brandbrief vor der geplanten Kaltreserve für zwei Atomkraftwerke. Das Vorhaben des Grünen-Politikers sei ungeeignet, „um den Versorgungsbeitrag der Anlagen abzusichern“. Habeck entgegnete daraufhin, Preussen Elektra habe die Notreserve der AKWs falsch verstanden.

Habeck will zwei der drei verbliebenen Atomkraftwerke noch bis Mitte April als Notfallreserve einsatzbereit halten – das Kernkraftwerk Isar 2 in Bayern sowie das vom Energiekonzern EnBW betriebene Kraftwerk Neckarwestheim in Baden-Württemberg.

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Im Falle einer Krisensituation bei der Stromversorgung in Deutschland soll dann entschieden werden, „ob man die Kraftwerke braucht oder nicht“, so Habeck. Das könne im Dezember, Januar oder Februar geschehen. Ein ständiges Hoch- und Herunterfahren der Anlagen werde es nicht geben.

RND/hyd

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