Das passiert am zweiten Gipfeltag

Angela Merkel zieht am Samstagnachmittag Bilanz zum G-20-Gipfel.

Angela Merkel zieht am Samstagnachmittag Bilanz zum G-20-Gipfel.

Hamburg. Am Samstag geht der erste G20-Gipfel zu Ende - ein Kompromiss bei wichtigen Themen wie Klimaschutz oder freier Welthandel ist aber ungewiss. Schon die Diskussionen am Freitag zeigten, dass die Gruppe der führenden Wirtschaftsmächte wegen der Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump tief gespalten ist.

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Die Chef-Unterhändler der Staats- und Regierungschefs diskutierten die ganze Nacht lang, um doch noch gemeinsame Erklärungen zu den beiden großen Themenpunkten Freihandel und Klimaschutz zu finden. Sie sollen in das Abschlusskommunique des Treffens aufgenommen werden. Die Präsentation der Vereinbarung der Unterhändler wird mit Spannung erwartet.

Kooperationsmodell mit afrikanischen Staaten geplant

Am letzten Gipfeltag beraten die Staatschefs über ein Kooperationsmodell zwischen G20-Ländern und einzelnen reformwilligen afrikanischen Staaten. Ziel ist es, mehr private Investoren in diese Länder zu holen.

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Die Gipfelregie möchte in der Diskussion anknüpfen an die so genannte „Agenda 2063“ der Afrikanischen Union, also der Vertretung der afrikanischen Staaten. Zum ersten Mal gebe es einen Entwicklungsplan „für Afrika von Afrika“, so Merkel - mit Betonung auf dem „von“. Nun könne Afrika selbst sagen, welche Investitionsprojekte die zentralen seien.

Des Weiteren stehen die Themen Gesundheit, Frauenförderung und Digitalisierung auf der Agenda. Danach will Merkel als Gastgeberin vor der Presse ihre Bilanz des Gipfels ziehen.

Neben den Plenarrunden nutzen viele Staats- und Regierungschefs den Gipfel erneut zu Begegnungen im kleineren Kreis. Merkel will mit den Präsidenten aus Frankreich und Russland, Emmanuel Macron und Wladimir Putin, über den Krieg in der Ukraine beraten.

Zwei weitere Großdemos geplant

Zum Abschluss des Gipfels sind auch noch einmal mehrere große Demonstrationen in Hamburg geplant. Die Initiative „Hamburg zeigt Haltung“ erwartet am Mittag 20.000 bis 30.000 Demonstranten bei ihrer Veranstaltung, die am Hafenrand entlang bis zum Fischmarkt führen wird. Hinter „Hamburg zeigt Haltung“ steht ein breites Bündnis von Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, SPD, Grünen und Künstlern. Sie setzen sich gegen Intoleranz und Gewalt ein.

Zuvor beginnt bereits die Demonstration „Grenzenlose Solidarität statt G20“, die sich vor allem gegen Armut, Krieg und die Ursachen von Flucht richtet. Diese Veranstaltung wird vor allem von linken Gruppen und Friedensinitiativen unterstützt.

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Demonstrationen aus dem autonomen und linksradikalen Spektrum sind für den Samstag nicht mehr angemeldet. Trotzdem sind am letzten Gipfeltag weitere Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Autonomen nicht ausgeschlossen. In der Nacht hatte es in Stadtteil Sternschanze und einigen angrenzenden Vierteln schwere Krawalle gegeben.

Von RND/krö

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