Frustration in Kiew

Kuleba: Ukraine hat es satt, auf deutsche Waffen zu warten

Dmytro Kuleba, Außenminister der Ukraine, beim Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos (Archivbild).

Dmytro Kuleba, Außenminister der Ukraine, beim Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos (Archivbild).

Kiew. Nach Worten des ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba zweifelt die Ukraine mittlerweile grundsätzlich daran, ob es noch nennenswerte Waffenlieferungen aus Deutschland geben werde. Kiew habe es satt, zu warten, so der Politiker.

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Kuleba bittet Westen erneut um Waffen

In einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „Repubblica“ führte Kuleba aus, es gebe Länder, bei denen die Ukraine auf die Lieferungen warte und „Länder, bei denen wir es inzwischen satthaben zu warten“. Deutschland gehöre in die zweite Gruppe, so der ukrainische Außenminister. Laut Kuleba habe Deutschland seinem Land wochenlang verschwiegen, welche Waffen an die Ukraine geliefert werden können. „Ich bitte den Westen an dieser Stelle erneut, uns alle Geschütze mit Kaliber 155 Millimeter und Mehrfachraketenwerfer zu schicken, die sie uns schicken können“, bat Kuleba weiter.

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Die Bundesregierung hat nach langen politischen Debatten die Lieferung von zwei Arten schwerer Waffen zugesagt: 50 Gepard-Luftabwehrpanzer und sieben Panzerhaubitzen 2000. Bei der Auslieferung der Gepard-Panzer kommt es aber zu Verzögerungen. Zuletzt hieß es, dass die Panzer im Juli an die Ukraine weitergegeben werden können. Das Land fordert aber auch Kampf- und Schützenpanzer sowie Mehrfachraketenwerfer.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte derweil in einem Telefonat mit Scholz und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron vor der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine gewarnt. Das berge das Risiko einer weiteren Destabilisierung der Lage und der Verschärfung der humanitären Krise, sagte Putin nach Angaben des Kremls.

RND/ag

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