Erdbeben in Nordkorea: Atomtest befürchtet

Auf einem Fernseher in Tokio wird über das Beben berichtet, das möglicherweise durch ein Atombombentest ausgelöst wurde.

Auf einem Fernseher in Tokio wird über das Beben berichtet, das möglicherweise durch ein Atombombentest ausgelöst wurde.

Wien/Tokio. Die Vereinten Nationen haben seismische Aktivitäten festgestellt, die für einen Atombombentest sprechen könnten. Eine Bestätigung dafür gab es Sonntagfrüh von der Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBT) in Wien aber nicht. Die Geräte der Messstationen hätten allerdings Erschütterungen ermittelt, die mit einem sechsten unterirdischen Atomversuch Nordkoreas erklärt werden könnten. Mehr Details gab es zunächst nicht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Nach chinesischen Angaben habe der Zwischenfall Erdstöße der Stärke 6,3 ausgelöst. Das Epizentrum des Bebens sei laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhab der Bezirk Kiju gewesen, wo das Atomtestgelände liegt. Yonhab berichtet derweil von einer zweiten Erschütterung. Sollten sich die Berichte bestätigen, könnte es damit der bisher stärkste unterirdische Atomwaffentest gewesen sein.

Unmittelbar davor hatte Kim Jong Un vorgegeben, jetzt auch eine Wasserstoffbombe zu besitzen, die auf eine Interkontinentalrakete montiert werden könne. Ob bei dem neuen Versuch eine Wasserstoffbombe getestet worden ist, die eine weit höhere Explosionskraft als ein herkömmlicher Atomsprengsatz hat, war zunächst unklar.

Nach Einschätzung der japanischen Regierung hat Nordkorea tatsächlich einen Atomtest unternommen. Zu dieser Schlussfolgerung sei man gekommen, erklärte der japanische Außenminister Taro Kono am Sonntag nach Angaben japanischer Nachrichtenagenturen. Die Regierung berief den nationalen Sicherheitsrat ein.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ministerpräsident Shinzo Abe hatte zuvor erklärt, sollte es sich bei dem kurz zuvor gemessenen Erdbeben in Nordkorea tatsächlich um einen Atomtest gehandelt haben, sei dies absolut inakzeptabel. Man werde aufs Schärfste protestieren. Yonhap meldet, dass auch die südkoreanische Regierung in Seoul eine Sitzung des Sicherheitsrates angesetzt habe.

Von RND/dpa/sp

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken