Ex-Vize Mnangagwa wird neuer Präsident

Der entlassene Vizepräsident Emmerson Mnangagwa ist der designierte Nachfolger Mugabes.

Der entlassene Vizepräsident Emmerson Mnangagwa ist der designierte Nachfolger Mugabes.

Harare. Die Rückkehr des früheren Vizepräsidenten Emerson Mnangagwa (75) aus dem selbst gewählten Exil nach Simbabwe wurde noch für Mittwoch erwartet, wie staatliche Medien berichteten. Mugabe (93) hatte ihn Anfang November als Vize entlassen. Mnangagwa floh daraufhin aus Angst um seine Sicherheit nach Südafrika. Er genießt den Rückhalt der Regierungspartei Zanu-PF und der Militärführung, die in der vergangenen Woche geputscht hatte.

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Mnangagwa stand immer an der Seite des Präsidenten

Mugabe war am Dienstag nach fast vier Jahrzehnten an der Macht zurückgetreten. Damit war er einem Amtsenthebungsverfahren des Parlaments zuvorgekommen. In der Nacht zum Mittwoch hatten daraufhin Tausende Simbabwer ausgelassen den Rücktritt Mugabes gefeiert.

Mnangagwa soll das Land im südlichen Afrika wohl bis zu den ohnehin für nächstes Jahr geplanten Wahlen führen. Ob die Opposition an der Übergangsregierung beteiligt und wie schnell das Militär die Macht wieder einer zivilen Führung übergeben würde, blieb zunächst unklar. Der Hardliner Mnangagwa mit dem Spitznamen „Das Krokodil“ hat engste Verbindungen zum Militär. Zudem hat er den Geheimdienst und verschiedene Ministerien geleitet. Mugabe hat Simbabwe heruntergewirtschaftet - und Mnangagwa stand stramm an seiner Seite.

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Reaktionen von USA und EU

Oppositionsführer Morgan Tsvangirai forderte, schnellstmöglich freie und faire Wahlen abzuhalten, um aus Simbabwe wieder eine erfolgreiche Demokratie zu machen. Auch Vertreter der internationalen Gemeinschaft forderten eine rasche Rückkehr zur Demokratie. „Der Weg vorwärts muss zu freien und fairen Wahlen führen“, erklärte US-Außenminister Rex Tillerson. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sagte, es sei wichtig, dass nun ein offener Dialog für eine demokratischere Zukunft eingerichtet werde, der zur Beschleunigung wesentlicher Reformen animiere.

Von dpa/RND

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