Fast jeder zweite Amerikaner für Trumps Einreiseverbot

Mit seinem Einreiseverbot für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern hat US-Präsident weltweit für Empörung gesorgt.

Mit seinem Einreiseverbot für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern hat US-Präsident weltweit für Empörung gesorgt.

Washington. Das haben die Nachrichtenagentur Reuters und das französische Marktforschungsunternehmen Ipsos in einer Umfrage untersucht.

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Demnach sind fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) für die Anordnung Trumps, Flüchtlinge und Menschen aus Syrien, dem Irak, dem Iran, Somalia, dem Sudan und dem Jemen das Betreten der Vereinigten Staaten zu untersagen. 41 Prozent der insgesamt 1201 Befragten sprachen sich gegen Trumps Dekret aus.

Umfrage: Einreiseverbot kann USA vor Terror schützen

Dass die Umfrageergebnisse nicht zwingend von einer Sympathie für Trump abhängig sind, zeigte die Veränderung der Fragestellung – sie beeinflusste die Umfrageergebnisse nicht maßgeblich: Zunächst hatten die Forscher konkret nach dem „Erlass des US-Präsidenten Trump“ gefragt. Die zweite Frage stellte keinen direkten Bezug zu Trump her. Dennoch waren sich immer noch 43 Prozent der Befragten sicher, man müsse Menschen aus muslimischen Ländern die Einreise verbieten, um die Vereinigten Staaten vor Terrorismus zu schützen. Fast die Hälfte der Befragten sprachen sich für die Aufnahme von Zuwanderern und Flüchtlingen aus.

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Trotz weltweit heftiger Proteste hatte Trump sein Einreiseverbot verteidigt: Er habe keinen "muslimischen Bann" ausgesprochen. Der US-Präsident hatte am Freitagabend das US-Programm zur Aufnahme von Flüchtlingen für vier Monate ausgesetzt, bis auf weiteres einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien verhängt und die Einreisebedingungen für viele Muslime deutlich verschärft. In den kommenden 90 Tagen werden Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern keine Einreisevisa bekommen, heißt es in dem von Trump unterzeichneten Erlass mit dem Titel "Schutz der Nation vor der Einreise ausländischer Terroristen in die Vereinigten Staaten".

Der Generalstaatsanwalt des US-Staates Washington kündigte an, gegen das von Trump verhängte Einreiseverbot klagen zu wollen. Er werde den Exekutiverlass des Staatschefs, der dem Verbot zugrunde liegt, anfechten, erklärte Bob Ferguson am Montag. Der Generalstaatsanwalt des US-Staates Washington hatte am Sonntag gemeinsam mit 15 weiteren Staatsanwälten Trumps Dekret als „unamerikanisch und ungesetzlich“ verurteilt.

Von RND/are/dpa

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