Kritik an Kanzler Scholz

FDP-Verteidigungsexperte fordert Waffenlieferung an die Ukraine

Bei ihrer Übung waren die Eutiner Aufklärer auch im Transportpanzer Fuchs unterwegs.

Laut FDP-Verteidigungsexperte Faber ein echte Hilfe für die Ukraine: Der Transportpanzer Fuchs.

Der Druck auf Kanzler Olaf Scholz und seine zögerlichen Zusagen bei den Waffenexporten wächst. Nach Kritik von CSU, CDU und den Grünen melden sich auch aus der FDP kritische Stimmen mit klaren Forderungen, dass die Bundesregierung der Ukraine militärische Transportkapazitäten zur Verfügung stellen solle.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Gegenüber der Bild sagte FDP-Verteidigungsexperte Marcus Faber: „Die Bundeswehr verfügt aktuell über rund 800 Transportpanzer vom Typ ‚Fuchs‘. Dieser wäre für die ukrainischen Truppen nicht nur extrem hilfreich, weil er sie geschützt von A nach B transportieren könnte, sondern auch, weil er schwimmen kann und somit Gegenoffensiven über Flüsse ermöglichen würde.“

Breiter Zuspruch für Waffenexporte

Auch verwies der Experte darauf, dass die Bundeswehr demnächst hunderte Transportpanzer ausmustere, die sofort an die Ukraine geliefert werden könnten. Der politische Willen zur Lieferung der Transportpanzer sei „bei FDP und Grünen vorhanden“, so Faber.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auch Grünen-Politiker Anton Hofreiter, Vorsitzender des EU-Ausschusses im Bundestag, hat sich gegenüber Bild für eine Lieferung von gepanzerte Transportkapazitäten ausgesprochen. „Deutsche gepanzerte Fahrzeuge, zum Beispiel von Typ ‚Marder‘, ‚Fuchs‘ oder ‚Dingo‘, könnten“ in der Ukraine „unzählige Leben retten“, so Hofreiter. Es sei daher „dringend geboten, dass die Bundesregierung Schützenpanzer oder zumindest gepanzerte Fahrzeuge“ lieferte.

+++Alle Entwicklungen im Liveblog zu Russlands Krieg+++

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will sich bei den weiteren Waffenlieferungen in die Ukraine jedoch vor allem an den USA orientieren. „Wir orientieren uns immer bei dem, was wir machen, an den Lieferungen der Verbündeten, insbesondere den USA. Und das werden wir auch weiter tun“, sagte Scholz am Donnerstag nach dem Nato-Gipfel in Madrid.

Die USA haben der Ukraine bereits in großem Umfang schwere Waffen geliefert. Mit sieben Panzerhaubitzen sind vor wenigen Tagen auch die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine angekommen. Bestimmte Waffensysteme liefern Nato-Staaten bisher aber gar nicht, zum Beispiel Kampfflugzeuge und Kampfpanzer. Zwischen Deutschland und Spanien gibt es allerdings Gespräche über eine mögliche Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern aus deutscher Produktion, die jetzt den spanischen Streitkräften gehören.

RND/rix/dpa

Laden Sie sich jetzt hier kostenfrei unsere neue RND-App für Android und iOS herunter

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen