Kiew schickt 45 Busse

Feuerpause entlang Fluchtroute aus Mariupol: Russland und Ukraine wollen Zivilisten evakuieren

Eindrücke aus dem zerstörten Mariupol: Russland hat eine Feuerpause angekündigt, Zivilisten sollen evakuiert werden können.

Eindrücke aus dem zerstörten Mariupol: Russland hat eine Feuerpause angekündigt, Zivilisten sollen evakuiert werden können.

Kiew. Russland und die Ukraine bemühen sich nach eigenen Angaben um eine Evakuierung der Zivilbevölkerung aus der belagerten Hafenstadt Mariupol in Richtung Westen. Die russischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten sich zu einer Waffenruhe entlang der Route von Mariupol in die von der Ukraine gehaltene Stadt Saporischschja verpflichtet. Die stellvertretende ukrainische Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk sagte, die Ukraine schicke 45 Busse, um die Menschen abzuholen.

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Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz fungierte nach Angaben von Wereschtschuk als Vermittler zwischen beiden Seiten. Ähnliche Evakuierungsmaßnahmen waren bereits früher geplant und scheiterten Gefechten entlang der Route. Die Ukraine warf den russischen Streitkräften in der vergangenen Woche vor, Busfahrer und Rettungskräfte auf dem Weg nach Mariupol in ihre Gewalt gebracht zu haben. Zivilisten gelang meist mit privaten Fahrzeugen die Flucht aus Mariupol, aber die Zahl der dort verbliebenen fahrtüchtigen Fahrzeuge ist gering und Kraftstoff schwer zu bekommen.

Russland kündigt Feuerpause für Mariupol an

Damit sollen am Donnerstag Evakuierungen aus der Hafenstadt im Süden der Ukraine möglich werden.

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Lager des Roten Kreuzes beschädigt

Bei dem russischen Beschuss der Stadt wurde ein Lager des Roten Kreuzes beschädigt. Das zeigten Satellitenbilder der Firma Planet Labs, die die Nachrichtenagentur AP auswertete. Die Aufnahmen zeigten deutlich mehrere Löcher im Dach des Gebäudes am Ufer des Kalmius. Das Dach war den Bildern zufolge mindestens seit Ende August 2021 mit einem roten Kreuz markiert. Das IKRK verteilte Anfang März alle Vorräte aus dem Lagerhaus, und seit dem 15. März war kein Personal mehr vor Ort, wie die Organisation mitteilte.

Russland hat eigene Evakuierungen aus dem von ihm eroberten Gebiet in Mariupol organisiert. Die Ukraine wirft Russland vor, ukrainische Bürger in Lager in der von Separatisten kontrollierten Ostukraine zu schicken und die Menschen dann gewaltsam nach Russland zu bringen.

In Mariupol, wo vor dem Krieg rund 430.000 Menschen lebten, wird seit Wochen heftig gekämpft. Russische Angriffe trafen eine Geburtsklinik, Standorte der Feuerwehr und Wohnhäuser.

RND/AP

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