Globale Lebensmittelkrise

Türkei: Erster Frachter mit Weizen verlässt die Ukraine

Das Frachtschiff „Navi Star" durchquert die Bosporusstraße. (Symbolbild) Aus dem ukrainischen Hafen Tschornomorsk hat der erste Weizenfrachter seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs abgelegt.

Das Frachtschiff „Navi Star" durchquert die Bosporusstraße. (Symbolbild) Aus dem ukrainischen Hafen Tschornomorsk hat der erste Weizenfrachter seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs abgelegt.

Kiew/Odessa/Piwdennyj. Aus dem ukrainischen Hafen Tschornomorsk hat der erste Weizenfrachter seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs abgelegt. Bislang waren seit der Wiederaufnahme der Getreideausfuhr nur Mais und Sonnenblumenprodukte verschifft worden.

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Die „Sormovskiy 121″ werde etwas mehr als 3000 Tonnen Weizen in die Türkei transportieren, teilte am Freitag das türkische Verteidigungsministerium per Twitter mit. Parallel dazu legt die „Star Laura“ aus dem Hafen Piwdennyj ab. Sie werde über 60.000 Tonnen Mais in den Iran bringen, hieß es. In der Ukraine bestätigte das Infrastrukturministerium den Ablegevorgang und kündigte das Einlaufen von zwei weiteren Schiffen zum Beladen an.

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Bald erstes Schiff mit Getreide für Afrika auf dem Weg

Nach Angaben von EU-Ratspräsident Charles Michel könnte bald das erste Transportschiff mit Getreide im Auftrag der UN von der Ukraine nach Afrika fahren. Die „Brave Commander“ werde in einem ukrainischen Hafen beladen und werde sich auf den Weg nach Äthiopien machen, teilte Michel am Freitag mit. Es sei wichtig, dass alle Beteiligten zusammenarbeiteten, um eine Lebensmittelknappheit und Hunger zu vermeiden, sagte Michel. Das Schiff soll mehr als 23.000 Tonnen Getreide in das afrikanische Land bringen.

Der russische Krieg in der Ukraine hat zu einer Lebensmittelkrise geführt. Die Essenspreise sind stark gestiegen, ärmere Länder bangen um ihre Versorgung aus der Ukraine. Viele der ersten Schiffe, die im Krieg die ukrainischen Häfen am Schwarzen Meer mit Getreide verlassen haben, waren nicht auf dem Weg nach Afrika, sondern in die Türkei und nach Westeuropa. Analysten führten das darauf zurück, dass die Schiffe losfahren mussten, um Platz in den Häfen zu machen. Vermutlich hätten zuerst die Schiffe die Fahrerlaubnis bekommen, die am längsten in den Häfen festgesessen hätten.

Insgesamt haben im Rahmen eines international vermittelten Getreideexportabkommens seit dem 1. August inzwischen 14 Schiffe mit über 430.000 Tonnen Fracht ukrainische Häfen im Schwarzen Meer verlassen. Russland hatte die Ukraine Ende Februar angegriffen und die Häfen des Landes blockiert. Die Ukraine ihrerseits hatte die Hafenzufahrten aus Angst vor der russischen Invasion vermint. Ende Juli schlossen die Kriegsparteien Abkommen mit der Türkei und den Vereinten Nationen, die einen Transportweg für Schiffe mit Agrargütern aus dem Kriegsgebiet garantieren sollen.

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RND/AP/dpa

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