„Das ist eine unglaubliche Lüge“

Griechenlands Ministerpräsident weist Abhör-Vorwürfe von sich

Kyriakos Mitsotakis, Ministerpräsident von Griechenland, spricht während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Scholz. Mitsotakis hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach er mehrere Minister der eigenen Regierung abhören ließ.

Kyriakos Mitsotakis, Ministerpräsident von Griechenland, spricht während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Scholz. Mitsotakis hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach er mehrere Minister der eigenen Regierung abhören ließ.

Athen. Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach er mehrere Minister der eigenen Regierung abhören ließ. „Das ist eine unglaubliche Lüge“, sagte der konservative Politiker am Montagabend dem Fernsehsender Antenna.

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Zuvor hatte die oppositionsnahe Zeitung „Documento“ berichtet, dass die Mobiltelefone von 33 insgesamt Personen vom Geheimdienst abgehört worden sein sollen - darunter auch andere Vertraute des Regierungschefs sowie Unternehmer und Journalisten. Der Geheimdienst EYP ist unmittelbar dem Ministerpräsidenten unterstellt.

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Ministerpräsident beschuldigt Opposition

Dem Bericht zufolge waren unter anderem der Außen- und der Arbeitsminister Ziel der Bespitzelung. Mitsotakis nannte die Vorwürfe „verleumderisch“. Er beschuldigte den Vorsitzenden der linken Oppositionspartei Syriza, Ex-Ministerpräsident Alexis Tsipras, hinter dem Artikel zu stecken. Die Vorwürfe würden untersucht und aufgeklärt.

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Mitsotakis äußerte die Vermutung, es könne sich um Abhör-Software handeln, die von Privatleuten eingesetzt worden sei. Der Oberste Gerichtshof in Athen hat bereits eine Untersuchung der Vorwürfe angeordnet.

Ermittlungen bestätigten Abhörung von Handys

Der Abhörskandal hatte im August seinen Lauf genommen. Damals erstattete der Vorsitzende der sozialdemokratischen Partei Pasok, Nikos Androulakis, Anzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts, dass sein Handy abgehört werde. Die Ermittlungen brachten zu Tage, dass das Mobiltelefon tatsächlich monatelang vom Geheimdienst angezapft wurde. Die Enthüllungen kosteten den Präsidenten des Geheimdienstes das Amt.

RND/dpa

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