Grünen-Politikerin wird vom Mann zur Frau – so geht ihre Ehe-Partnerin damit um

Ende 2018 hat sich Ganserer, damals noch als Markus Ganserer, öffentlich zur Transidentität bekannt.

Ende 2018 hat sich Ganserer, damals noch als Markus Ganserer, öffentlich zur Transidentität bekannt.

München. Die bayerische Landtagsabgeordnete Tessa Ganserer verwandelt sich gerade von einem Mann in eine Frau. Und in dieser schweren Zeit kann die Grünen-Politikerin auf die Unterstützung ihrer Partnerin Ines Eichmüller setzen.

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In einem Interview mit dem Magazin „Bunte“ sagte Eichmüller: „Auch wenn manche ahnungslose Menschen spekuliert haben, dass wir uns trennen: Das Gegenteil ist wahr – weil wir uns lieben, gerade auch in schwierigen Zeiten.“

Der Mensch, den sie seit nunmehr 21 Jahren kenne und seit 18 Jahren liebe, habe sich als Frau herausgestellt. Im Nachhinein sei sie auch schon immer eine Frau gewesen – und das gelte es zu respektieren.

„Staat behandelt Transmenschen wie Unmündige“

Und diese Liebe beruht auf Gegenseitigkeit: „Ein weiteres Mal spüre ich, dass sie bedingungslos zu mir steht. Unsere Ehe trägt, wir wachsen aneinander, unsere Liebe ist noch inniger geworden“, sagt sie in dem Interview.

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Ganserer trat zur Landtagswahl 2018 noch als Forstwirt Markus an und wurde ins Landesparlament gewählt. Erst danach wagte sich die Grünen-Politikerin, die sich bereits seit 10 Jahren als Frau fühlt, Schritt für Schritt an die Öffentlichkeit.

Besonders engagiert sich Ganserer seither für Transmenschen. Und das aus gutem Grund: "Der Staat behandelt Transmenschen nach wie vor wie Unmündige, die nicht wissen, was sie tun", sagt sie.

„Fremdes männliches Gesicht mit Bartschatten“

Ganserer allerdings weiß genau, was sie tut. Die Verwandlung in eine Frau ist ein anhaltender Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen scheint: Sehe sie morgens in den Spiegel, gucke sie „immer noch ein mir fremdes männliches Gesicht mit Bartschatten an“.

Sie arbeite an ihrer tiefen Stimme und gehe zu einer Logopädin, um mehr weibliche Melodie zu erlangen. Auch die Garderobe ist noch nicht perfekt: „Ich lege mir Stück für Stück neue Kleidung zu. Und schicke Schuhe, davon kann ich nie genug haben.“

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Die Tatsache, dass sie trotz Geschlechtsumwandlung weiterhin mit ihrer Frau zusammen sein kann, sei für die Landtagsabgeordnete alles andere als selbstverständlich. „Früher wurden Transsexuelle oder Transidente, wie wir korrekterweise sagen, gezwungen, sich scheiden zu lassen, es gab Zwangsoperationen und Zwangssterilisationen.“ Im Jahr 2019 sollte es nun endlich ausreichen, seinen Namen beim Standesamt zu ändern.

Von RND/lf

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