Milliarden für Sachsen-Anhalt

Habeck und Scholz begrüßen Intel-Investition in Magdeburg

Eine Computergrafik zeigt die in Magdeburg geplante Chipfabrik des US-Konzerns Intel (Symbolbild)

Eine Computergrafik zeigt die in Magdeburg geplante Chipfabrik des US-Konzerns Intel (Symbolbild)

Berlin. Aus Sicht von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ist die Intel-Investition in Magdeburg ein wichtiger Impuls für die Wirtschaft in einer schwierigen Zeit. „Die Bundesregierung hat den Ansiedlungsprozess eng mit dem Land Sachsen-Anhalt begleitet und ich gratuliere Magdeburg und Sachsen-Anhalt für diesen Erfolg“, sagte der Grünen-Politiker in einer Mitteilung vom Dienstag.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ziel der Bundesregierung ist es nach Angaben des Ministeriums, resiliente Lieferketten und leistungsfähige Produktionsstrukturen für Halbleiterprodukte in Deutschland und Europa aufzubauen.

17 Milliarden für zwei Chipfabriken

Der deutsche Standort habe sich im europaweiten Auswahlprozess von Intel durchgesetzt, so Habeck weiter. „Das zeigt: Deutschland ist attraktiv für Innovationen und Investitionen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der US-Konzern hatte zuvor angekündigt, 17 Milliarden Euro in zunächst zwei Chipfabriken an dem Standort Magdeburg zu investieren. Die Produktion soll 2027 in Betrieb gehen. Daneben plant das Unternehmen weitere Investitionen in Europa.

Bundeskanzler Scholz: sieht Chance für Siliziumkapazitäten

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz befürwortet die Investitionen des US-Konzerns. „Deutschland begrüßt Intel und die umfangreichen Investitionen, die das Unternehmen plant, um 3000 High-Tech-Arbeitsplätze und viele weitere in der Wertschöpfungskette zu schaffen“, sagte der SPD-Politiker laut einer Mitteilung vom Dienstag.

Die erste Produktionsstätte ihrer Art in der EU werde dazu beitragen, die globalen Siliziumkapazitäten wieder ins Gleichgewicht zu bringen und eine widerstandsfähigere Lieferkette zu schaffen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Ministerpräsident Haseloff: wird über Jahrzehnte Entwicklung prägen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hält das Konzept von Intel in Magdeburg für eine der größten ausländischen Direktinvestition in Europa. Man habe sich sehr um Intel bemüht.

„Dass es geklappt hat, ist ein wirklich gewordener Traum. Das ist die strategische Investition für die IT-Gesellschaft des 21. Jahrhunderts“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. „Das wird über Jahrzehnte hinweg die wirtschaftliche Entwicklung, das Image und die Branchenstruktur unseres Bundeslandes prägen.“

Haseloff sieht Bekenntnis zu transatlantischer Freundschaft

„Das ist eine Entscheidung für den Standort Europa. Gerade in der aktuellen Situation ist sie auch ein Bekenntnis zur festen transatlantischen Freundschaft zwischen Deutschland und den USA“, sagte Haseloff. Er sei davon überzeugt, dass die Ansiedlung eine Sogwirkung entfalten werde und rechne mit einem Zustrom von Fachkräften.

„Wir sollten in puncto Wirtschaft nicht mehr länger vom Osten sprechen, sondern von der Mitte Europas. Diejenigen, die global unterwegs sind, sehen, dass Sachsen-Anhalt ein zentrales Land in Europa ist.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Land will bei Gewinnung von Fachkräften helfen

Der Ministerpräsident kündigte an, dass die Landesregierung Intel bei der Gewinnung von Fachkräften unterstützen wird. Man sei verschiedene Verpflichtungen eingegangen, sagte Haseloff.

„Wir werden auf allen Ebenen dafür sorgen, Fachkräfte professionell zu rekrutieren - mit der Bundesagentur für Arbeit genauso wie mit den umliegenden Hochschulen.“ Die Hochschullandschaft werde sich verändern. So sollen die Schwerpunkte von Lehrstühlen überprüft und technische Studiengänge gezielt beworben werden.

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen