IS setzt Frauen verstärkt als Kämpfer ein

Die Terrormiliz IS hatte in den vergangenen Monaten in Syrien und im Irak zahlreiche Niederlagen erlitten.

Die Terrormiliz IS hatte in den vergangenen Monaten in Syrien und im Irak zahlreiche Niederlagen erlitten.

London. Die IS-Terrormiliz setzt einer Studie zufolge verstärkt auf weibliche Kämpfer, um ihren zunehmenden Mangel an Anhängern auszugleichen. Der IS dränge Frauen dazu, sich aktiv an Kämpfen zu beteiligten, heißt es in einer Analyse des britischen Forschungsinstituts IHT Markit.

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Als Folge einer schwindenden Zahl an männlichen Anhängern wolle die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eine unerschlossene Reserve mobilisieren.

IS weicht von früherer Propaganda ab

So zählte IHT Markit im Kampf um die nordirakische Stadt Mossul mehr als 40 Selbstmordattentäterinnen - so viele wie nie zuvor. Es sei unklar, ob es sich dabei um letzte Widerstandsnester oder um den Beginn eines breiteren Trends gehandelt habe, heißt es weiter.

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Die Miliz veränderte der Analyse zufolge auch ihre Rhetorik. Sie weiche stark von früherer Propaganda ab, die weibliche Anhänger vor allem in der Rolle der Ehefrau und Mutter gesehen habe.

Die Terrormiliz hatte in den vergangenen Monaten in Syrien und im Irak zahlreiche Niederlagen erlitten und große Gebiete verloren. Irakische Sicherheitskräfte drängten sie aus ihrer früheren Hochburg Mossul. Auch in Syrien stehen die Extremisten stark unter Druck.

Vier deutschen IS-Anhängerinnen, darunter die Schülerin Linda aus Sachsen, droht derweil ein Prozess in Bagdad.

Von dpa/RND/zys

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