US-Präsident in Saudi-Arabien

Biden: „Werden dafür sorgen, dass Iran niemals Atomwaffen erhält“

Joe Biden (l), Präsident der USA, und Mohammed bin Salman (r), Kronprinz von Saudi-Arabien, nehmen am Golf-Kooperationsrates teil.

Joe Biden (l), Präsident der USA, und Mohammed bin Salman (r), Kronprinz von Saudi-Arabien, nehmen am Golf-Kooperationsrates teil.

Dschidda. US-Präsident Joe Biden hat beim Gipfel des Golf-Kooperationsrates in Saudi-Arabien erneut betont, dass die USA dem Iran keine Beschaffung einer Atomwaffe erlauben werden. „Während wir weiterhin eng mit vielen von Ihnen zusammenarbeiten, um den Bedrohungen entgegenzuwirken, die der Iran für die Region darstellt, bemühen wir uns auch um Diplomatie, um das iranische Atomprogramm wieder einzuschränken“, sagte Biden am Samstag bei dem Treffen in Dschidda.

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Er bezog sich auf die US-Bemühungen, das Atomabkommen mit dem Iran wiederzubeleben. Biden sagte weiter: „Aber was auch immer geschieht, die Vereinigten Staaten sind entschlossen, dafür zu sorgen, dass der Iran niemals eine Atomwaffe erhält.“

Saudi-Arabien sieht Iran als Bedrohung

Unter anderem Saudi-Arabien empfindet den Erzfeind Iran als große Bedrohung in der Region. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman rief Teheran bei Eröffnung des Gipfels dazu auf, sich „Prinzipien internationaler Rechtmäßigkeit“ zu verpflichten und sich nicht in „interne Angelegenheiten anderer Staaten“ einzumischen.

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„Wir laden den Iran als Nachbarstaat dazu ein, mit den Ländern der Region zusammenzuarbeiten und Teil dieser Vision zu sein.“ Dazu gehöre auch die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA).

Verhandlungen mit Iran kommen seit Wochen nicht voran

Bereits bei seinem Besuch in Jerusalem hatte Biden es als „vitales Sicherheitsinteresse“ der gesamten Welt bezeichnet, dass der Iran sich nicht atomar bewaffne. Sein Vorgänger Donald Trump hatte die USA aus dem Atomabkommen zurückgezogen, das 2015 in Wien unterzeichnet worden war. Die Verhandlungen zur Wiederbelebung zwischen dem Iran und den anderen Partnern des Abkommens - China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und USA - kommen seit Monaten nicht voran.

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Saudi-Arabien will Öl-Förderung um eine Million Barrel steigern

Saudi-Arabien hat indes angekündigt, seine mögliche Förderkapazität pro Tag um eine Million Barrel erhöhen. Die maximal mögliche Menge solle von derzeit 12 auf 13 Millionen Barrel erhöht werden, teilte der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman während des Besuchs von Biden mit. Darüber hinaus habe das Königreich keine extra Kapazitäten mehr, um die Fördermenge noch weiter zu erhöhen, sagte er. Zusagen darüber, tatsächlich mehr Öl zu fördern, machte der Kronprinz aber nicht.

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Die Erhöhung der Förderkapazität dürfte ein positives Signal an Biden sein. Dieser steht in den USA wenige Monate vor den wichtigen Kongresswahlen wegen stark gestiegener Benzinpreise unter Druck. Ein höheres Angebot würde mittelbar helfen, die Spritpreise zu dämpfen.

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Über tatsächliche Ölfördermengen entscheidet die Öl-Allianz Opec+. Saudi-Arabiens Produktionsziel für August liegt der Gruppe zufolge bei etwas über 11 Millionen Barrel täglich. Dieses Niveau hat das Land allerdings nur einige wenige Monate in den Jahren 2018 und 2020 erreicht. Der saudische Staatskonzern Saudi Aramco kann nach eigenen Angaben täglich rund 12 Millionen Barrel Öl aus der Erde holen.

RND/dpa

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