Justizminister soll Rücktritt angeboten haben

Justizminister Jeff Sessions.

Justizminister Jeff Sessions.

Washington. Es bleibt unruhig im West Wing: Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sollen Donald Trump und seinem Justizminister Jeff Sessions seit längerem im Streit liegen. Grund ist auch hierfür laut ABC News die Russland-Affäre.

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Sessions musste sich bereits Anfang März aus den Russland-Ermittlungen zurückziehen, weil er selbst undokumentierte Treffen mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, abgehalten hatte. Im Zuge dessen soll Sessions mindestens einmal seinen Rücktritt angeboten haben. Dieses Angebot soll Trump jedoch abgelehnt haben.

Ist das gegenseitige Vertrauen vollständig erodiert?

Der Justizminister galt lange Zeit als treuer Wegbegleiter Trumps, der ihm vor allem im Wahlkampf stets zur Seite stand. Der US-Präsident und Sessions vertreten ähnliche Hardliner-Positionen beim Thema Immigration. Mit Stephen Miller ist außerdem ein ehemaliger Mitarbeiter von Sessions in den engsten Beraterkreis Trumps aufgerückt.

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Während der Pressekonferenz am Dienstag wollte sich der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, nicht dazu äußern, ob Trump noch Vertrauen in seinen Justizminister hat.

Anhörung von FBI-Direktor wird mit Spannung erwartet

Und auch in den kommenden Tagen dürfte es unruhig für den US-Präsident bleiben. Am Donnerstag soll es zur Anhörung vom ehemaligen FBI-Chef James Comey im Geheimdienstausschuss des US-Senats kommen. Die Anhörung, bei der Comey unter Eid aussagen wird, wird mit großer Spannung erwartet.

Sollte er tatsächlich aussagen, Trump habe versucht, FBI-Ermittlungen zugunsten seiner Regierung zu beeinflussen, würde das den US-Präsidenten politisch schwer belasten. Trump wünschte Comey für seine Aussage viel Glück. Der ehemalige Direktor des nationalen Geheimdienstes, Daniel Coats, wird bereits am Mittwoch vor dem Geheimdienstausschuss des Senats aussagen. Coats hatte den US-Präsidenten zuvor mit seiner Aussage, der US-Präsident habe ihn gebeten, den FBI-Chef unter Druck zu setzen, damit dieser die Ermittlungen gegen Flynn fallen lässt, schwer belastet.

Von RND/dpa/jsg/are

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