Landeschef der Deutschen Welthungerhilfe tot

Isidore Zongo fiel dem Terroranschlag in Burkina Faso zum Opfer.

Isidore Zongo fiel dem Terroranschlag in Burkina Faso zum Opfer.

Bonn/Ouagadougou. Bei dem mutmaßlichen Terroranschlag am Sonntagabend in Burkina Faso ist auch der Landesdirektor der Deutschen Welthungerhilfe getötet worden. Der einheimische Tierökonom und Klimafachmann Isidore Zongo (55) war seit 2011 für das Hilfswerk tätig, wie die Welthungerhilfe am Dienstag in Bonn mitteilte. Bei dem Anschlag in der Hauptstadt Ouagadougou wurden in der Nacht zum Montag nach Regierungsangaben 20 Menschen getötet.

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Die Welthungerhilfe bezeichnete den Tod Zongos als großen Verlust. „Alle unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen weltweit sind erschüttert, dass ein so engagierter Mitarbeiter Opfer dieser sinnlosen und brutalen Gewalt geworden ist“, erklärte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann. Zongo habe sich mit aller Kraft für bessere Lebensbedingungen in seinem westafrikanischen Land eingesetzt.

Burkina Faso forciert eine grenzübergreifende Anti-Terror-Gruppe

Die Attentäter hatten am Sonntag von Motorrädern aus gezielt auf die Terrasse eines Restaurants geschossen. Eine folgende Geiselnahme in dem Gebäude beendete die Polizei erst in den frühen Morgenstunden. Zwei der Toten sollen Attentäter sein.

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Der Anschlag gleicht in der Art einem Überfall von Islamisten auf ein nur 200 Meter entferntes Café im Januar 2016. Damals waren 30 Menschen getötet worden. Zu dem Anschlag hatten sich die Terrorgruppen Al-Kaida im Islamischen Maghreb und Al-Murabitoun bekannt. Zu dem Anschlag vom Sonntagabend gab es zunächst kein Schuldbekenntnis. Burkina Faso bekämpft alllerdings den Ansar Dine-Ableger Ansar ul Islam, einer regionalen Terrormiliz, die auch in Mali aktiv ist.

Burkina Faso gehört neben Mali, Mauretanien, Niger und Tschadzu den fünf Staaten in der Sahelzone, die eine regionale Anti-Terroreinheit (G5) gründen wollen. Frankreich und Deutschland unterstützen das Vorhaben.

Von RND/epd

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