Lauterbach: „Rechne fest mit einer neuen Welle im Herbst“

Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit

Karl Lauterbach (SPD), Bundesminister für Gesundheit.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat davor gewarnt, dass die Omikron-Welle nicht die letzte in der laufenden Corona-Pandemie bleibt. „Ich rechne fest mit einer neuen Welle im Herbst“, sagte der SPD-Politiker der „SZ“.

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In der Herbstwelle könnte man es dann wieder mit einer Variante zu tun bekommen, „die eine größere Eindringtiefe in das Lungen- und Nervengewebe hat und das Gewebe stärker zerstört“, sagte Lauterbach.

Lauterbach: Impfpflicht gegen Corona-Welle im Herbst

Der Minister rief zum Impfen auf: Schwere Krankheitsfälle und strenge Maßnahmen ließen sich dann nur verhindern, wenn sich Deutschland vorbereitet. „Es ist dringend notwendig, dass wir die allgemeine Impfpflicht hinbekommen. Davon wird es abhängen, wo wir im Herbst stehen.“

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Deutschland habe aktuell den Höhepunkt der Omikron-Welle hinter sich, so Lauterbach gegenüber der „Bild“-Zeitung. „Der Höhepunkt der Omikron-Welle ist überschritten – ziemlich genau an dem Tag, den ich vor einem Monat vorausgesagt hatte“. Lauterbach hatte nach Berechnungen eines wissenschaftlichen Modells den Höhepunkt der Omikron-Welle für Mitte Februar prognostiziert. Nun seien „maßvolle Lockerungen“ möglich.

Das Corona-Expertenratsmitglied Christian Karagiannidis hatte zuvor die Politik mit Blick auf eine neue Corona-Welle im Herbst zu einer Kursänderung aufgerufen. „Wir brauchen für den Herbst eine neue Teststrategie“, sagte Karagiannidis dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Wir müssen davon wegkommen, dass wir weiterhin so extrem viel testen, denn das sorgt für ökologische und ökonomische Probleme.“ Außerdem sprach er sich für eine Vorratshaltung, mehr Abwasserscreenings und weitere Maßnahmen gegen die Welle aus.

.SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich geht davon aus, dass es vor Mitte April eine Entscheidung über eine allgemeine Impfpflicht gibt. „Ich bin mir ganz sicher, dass wir noch vor Ostern hier abschließen werden“, sagte er am Dienstag in Berlin. Die geplante Debatte für oder gegen eine Covid-19-Impfpflicht sollte eigentlich in dieser Woche beginnen, die Ampelpartner haben sich nun auf eine erste Lesung am 14. März verständigt.

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Ein erster Antrag für eine Impfpflicht ab 18 Jahren sei am Dienstag den Abgeordneten übersandt worden, sagte Mützenich. „Ich bedauere, dass es offensichtlich anderen nicht gelungen ist, rechtzeitig für diese Sitzungswoche Gesetzesentwürfe vorzulegen.“

Mützenich bot auch Abgeordnete der Unionsparteien an, sich an dem vorliegenden Vorschlag zu beteiligen. „Ich will weiter nicht davon ablassen, auch dann mit dem zukünftigen Oppositionsführer, mit Herrn Merz, dazu ins Gespräch zu kommen“, sagte er zudem. Über die allgemeine Impfpflicht soll im Bundestag ohne Fraktionszwang entschieden werden.

RND/dpa/scs

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