Will Moskau Krieg in der ganzen Region?

Lawrow warnt Moldau: Bedrohung russischer „Friedenssoldaten“ wäre Kriegsgrund

Russlands Außenminister Sergej Lawrow spricht am staatlichen Institut für Internationale Beziehungen in Moskau zum Beginn des neuen Studienjahres.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow spricht am staatlichen Institut für Internationale Beziehungen in Moskau zum Beginn des neuen Studienjahres.

Moskau. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat indirekt vor einer Ausweitung des Kriegs in der Ukraine auf Moldau gewarnt. Jegliche Aktionen, die als eine Bedrohung für russische Soldaten in der separatistischen Region Transnistrien gesehen würden, würden als Angriff auf die Russische Föderation selbst betrachtet, sagte Lawrow am Donnerstag in einer Rede.

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Das moldauische Außenministerium bestellte daraufhin den russischen Geschäftsträger ein und bat um eine Klarstellung. „Wir erinnern die russische Seite daran, dass die Gesetzgebung der Republik Moldau grundlegende Menschenrechte und Freiheiten garantiert“, teilte das Ministerium mit.

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Die Äußerungen des russischen Außenministers unterstrichen Sorgen von Beobachtern, dass die an die Ukraine grenzende moldauische Region Transnistrien in den Konflikt in der Ukraine hineingezogen werden könnte.

Moldau ist EU-Beitrittskandidat

Russland hat seit dem Ende eines dreimonatigen Kriegs 1992, in dem Moldau die Kontrolle über Transnistrien verlor, Soldaten als Teil einer Friedenstruppe in dem Gebiet stationiert. Russische Truppen bewachen dort auch ein großes Munitionslager. Nach einer Serie von Explosionen in Transnistrien im April wuchsen in Moldau die Spannungen.

Die Europäische Union gewährte Moldau im Juni den Status eines Beitrittskandidaten. Das Land muss allerdings noch Reformen in den Bereichen Korruptionsbekämpfung, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit umsetzen, bevor es Mitglied in der EU werden kann. Eine Mitgliedschaft in der Nato hat Moldau nicht beantragt.

RND/AP

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