Liberia – Ex-Fußballstar Weah vor Wahlsieg

Der ehemalige Fußballstar George Weah bei der Stimmabgabe zu den Präsidentenwahlen in Liberia.

Der ehemalige Fußballstar George Weah bei der Stimmabgabe zu den Präsidentenwahlen in Liberia.

Genf, Monrovia. Sein Herausforderer, der bisherige Vizepräsident Joseph Boakai, gewann demnach nur in zwei Provinzen. Südafrikas Präsident Jacob Zuma gratulierte Weah bereits zum Sieg. Das offizielle Endergebnis will die liberianische Wahlkommission erst am Freitag bekanntgeben.

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Die Wahl war am Dienstag ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Beteiligung war offenbar deutlich niedriger als in der ersten Runde im Oktober, die Weah mit 44,4 Prozent vor Boakai mit 33,1 Prozent für sich entschieden hatte. Die bisherige Amtsinhaberin Ellen Johnson Sirleaf war nach zwei Amtszeiten nicht wieder angetreten. Die Stichwahl hatte sich wegen der Anfechtungsklage eines unterlegenen Kandidaten verzögert. Das oberste Gericht des westafrikanischen Staates gab aber trotz Unregelmäßigkeiten grünes Licht für die Wahl.

An der Seite Weahs kandidierte die Ehefrau des Ex-Diktators Charles Taylor, Jewel Taylor, für das Vizepräsidentenamt. Taylor sitzt in Großbritannien wegen Kriegsverbrechen im Gefängnis. Es bestehen Befürchtungen, dass unter Weah die für ihre Gewalt berüchtigten Warlords an die Macht zurückkehren könnten.

Zwischen 1989 und 2003 tobte in Liberia einer der blutigsten Bürgerkriege in Afrikas Geschichte, von dem das Land sich nur langsam erholt. Die Ebola-Krise von 2014 bis 2016 verstärkte die Wirtschaftsflaute. Insgesamt waren 1,9 Millionen Stimmberechtigte für die Wahl registriert.

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Von RND/epd

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