Londoner Attentäter hatte keine Verbindung zum IS

Der Attentäter hatte vergangene Woche mit seinem Wagen mehrere Menschen niedergefahren und dabei drei von ihnen getötet. Anschließend erstach er einen Polizisten.

Der Attentäter hatte vergangene Woche mit seinem Wagen mehrere Menschen niedergefahren und dabei drei von ihnen getötet. Anschließend erstach er einen Polizisten.

London. Der Angreifer von London hatte nach Erkenntnissen der Ermittler keine direkten Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat oder dem Al-Kaida-Netzwerk. Es gebe keinerlei Hinweise, dass der 52-Jährige seine Tat mit anderen abgesprochen habe, sagte der stellvertretende Leiter der britischen Anti-Terror-Behörde, Neil Basu, am Montag. Allerdings habe er offensichtlich Interesse an den Taten von Extremisten gehabt.

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Der Attentäter hatte vergangene Woche mit seinem Wagen mehrere Menschen niedergefahren und dabei drei von ihnen getötet. Anschließend erstach er einen Polizisten, bevor er selbst erschossen wurde. Der IS reklamierte die Tat für sich.

Basu sagte, der Angreifer habe offenbar nur andere kopiert. Seine Methoden seien wenig ausgereift gewesen und hätten in der Vorbereitung weder technisches Wissen noch viel Geld erfordert. Nach nur 82 Sekunden wurde er erschossen.

Der gebürtige Brite hatte eine Reihe von Vorstrafen, unter anderem wegen Raubes. Auch wegen extremistischer Verbindungen wurden gegen ihn ermittelt. Basu sagte aber, es sei für die Anti-Terror-Ermittler erst durch die Tat von vergangener Woche eine Person von Interesse geworden. Es gebe auch keine Hinweise, dass er im Gefängnis radikalisiert worden sei.

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Mutter des Angreifers „schockiert“

Premierministerin Theresa May hatte vergangene Woche gesagt, er sei bei einer Untersuchung in Extremistenkreisen eine „Randfigur“ gewesen. Unter anderem verbrachte er mehrere Jahre in Saudi-Arabien, zuletzt lebte er aber in Birmingham.

Dort wurden nach der Tat auch zwei Männer im Alter von 30 und 58 Jahren festgenommen, die am Montag weiter verhört wurden.

Die Mutter des Angreifers erklärte, sie sei schockiert und traurig über die Taten ihres Sohnes. „Seit ich herausgefunden habe, dass mein Sohn dafür verantwortlich war, habe ich viele Tränen für die Menschen vergossen, die in diesen fürchterlichen Zwischenfall geraten sind.“

Von RND/dpa

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