„Sie verrotten und stinken“

Medienberichte: Leichenhallen in Belarus wegen gefallener russischer Soldaten überfüllt

Die Mütze eines Panzerfahrers liegt auf dem Boden neben einem zerstörten russischen Panzer in Irpin, am Stadtrand von Kiew (Symbolbild).

Die Mütze eines Panzerfahrers liegt auf dem Boden neben einem zerstörten russischen Panzer in Irpin, am Stadtrand von Kiew (Symbolbild).

Nach Angaben der Ukraine sind bereits über 12.000 russische Soldaten im Angriffskrieg gegen die Ukraine getötet worden. Lange war unklar, wie die russische Armee ihre Leichen entsorgt. Nun legt ein Bericht der BBC in Russland nahe, über den die osteuropäische Nachrichtenagentur Nexta berichtet: Russische Gefallene werden ins verbündete Nachbarland Belarus gebracht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

+++ Alle Entwicklungen im Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

Dem Bericht zufolge hatten ukrainische und belarussische Medien bereits über mit toten russischen Soldaten überfüllte Krankenhäuser und Leichenhallen im Süden von Belarus berichtet. Eine Vielzahl von verstorbenen Soldaten sollen in die Leichenhalle in Masyr gebracht worden sein. Demnach würden die Verstorbenen dort nicht in ein Kühlhaus gebracht, sondern in einem fünf mal fünf Quadratmeter großen Raum. „Dort werden sie eine Weile gelagert, sie verrotten, stinken – dann werden die Leichen irgendwo weggebracht“, zitiert Nexta auf Twitter aus dem BBC-Bericht.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Weiter schreibt das osteuropäische Medium, die russischen Streitkräfte selbst würden die Leichen transportieren. „Alles wird bewacht, nur der Abteilungsleiter hat Zutritt“, heißt es. Angaben von Radio Liberty zufolge hätten mehrere Einwohner von Masyr an der Grenze zur Ukraine gesehen, wie russische Gefallene auf Züge verladen wurden.

Auch in Gomel, der zweitgrößten Stadt in Belarus, würden verletzte und getötete russische Soldaten ankommen, um behandelt oder nach Russland transportiert zu werden, so der Sender. Am Wochenende veröffentlichte Radio Liberty ein Video, auf dem eine Kolonne von russischen Krankenwagen im Zentrum von Gomel zu sehen sei. Die Fenster der zu sehenden Busse sind abgeklebt. Darüber hinaus müssten belarussische Mediziner eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnen, sonst drohe ihnen die Kündigung, so Radio Liberty.

Wie viele russische Verwundete und Getötete bereits in belarussische Krankenhäuser und Leichenhallen gebracht worden, ist bislang unklar.

Belarus gilt seit längerer Zeit als enger Verbündeter Russlands. Schon bereits vor Kriegsbeginn in der Ukraine sind viele Soldaten wurden in Belarus stationiert worden. Im Krieg ist Belarus aktiv beteiligt und wird von westlichen Staaten entsprechend sanktioniert. Alexander Lukaschenkos Regime übt auch ähnliche Repressionen auf die Medien- und Meinungsfreiheit aus, wie es im Nachbarland Russlands Präsident Wladimir Putin tut.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

RND/hyd

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen