Migranten auf Millionärsinsel gebracht

„Abscheulich“: Weißes Haus vergleicht Gouverneure mit Schmugglern

Bürgerinnen und Bürger auf Martha's Vineyard bereiten Betten für die Migrantinnen und Migranten vor.

Bürgerinnen und Bürger auf Martha's Vineyard bereiten Betten für die Migrantinnen und Migranten vor.

Washington. Die US-Regierung hat erneut scharf das Vorgehen mehrerer republikanischer Gouverneure verurteilt, aus Protest Migranten in demokratisch geprägte Teile des Landes zu schaffen. „Das ist gefährlich. Sie gefährden das Leben von Kindern. Sie gefährden das Leben von Familien“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, am Freitag in Washington. „Diese schutzbedürftigen Migranten wurden Berichten zufolge darüber in die Irre geführt, wohin sie unterwegs waren.“ Sie seien auch darüber getäuscht worden, was sie bei ihrer Ankunft erwarte, ihnen seien Beihilfen versprochen worden. „Dies ist die Art von Taktik, die wir von Schmugglern in Ländern wie Mexiko und Guatemala kennen.“

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Der republikanische Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, hatte am Mittwoch unangekündigt mehrere Dutzend Migranten per Flugzeug auf die Insel Martha's Vineyard im Bundesstaat Massachusetts bringen lassen. Sie ist als nobler Ferienort bekannt. Auch andere republikanische Gouverneure hatten in den vergangenen Monaten in großer Zahl Migranten in demokratisch geprägte Regionen des Landes geschafft - aus Protest gegen die Migrationspolitik der Regierung von Präsident Joe Biden. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, ließ am Donnerstag zwei Busse voller Migranten öffentlichkeitswirksam in die Nähe der Residenz von US-Vizepräsidentin Kamala Harris in Washington bringen.

Weißes Haus: Vorgehen der Gouverneure „unmenschlich“

Jean-Pierre sagte, ein Kind, das am Donnerstag unter den in Washington abgesetzten Migranten gewesen sei, habe in eine Notaufnahme gebracht werden müssen. Sie nannte das Vorgehen der Gouverneure „unmenschlich“ und „abscheulich“. DeSantis habe ein Flugzeug für Migranten aus einem anderen Bundesstaat, „nicht einmal aus seinem Bundesstaat“, gechartert und einen Kameramann engagiert, um Aufnahmen von dem Flug zu machen. All das sei politisches Theater.

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US-Präsident Joe Biden hatte republikanische Gouverneure bereits am Donnerstagabend kritisiert, mit unlauteren Mitteln Einwanderungspolitik als Wahlkampfthema vor den Kongresswahlen zu instrumentalisieren. „Die Republikaner spielen Politik mit den Menschen und benutzen sie als Requisiten. Was sie tun, ist einfach falsch, es ist unamerikanisch und rücksichtslos“, so Biden.

RND/dpa

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