Krieg in der Ukraine

Nach Äußerungen zur russischen Invasion: Bolsonaro straft Brasiliens Vize-Präsident öffentlich ab

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro.

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro.

Brasília. Nach dessen Äußerungen zur russischen Invasion in die Ukraine hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro Vize-Präsident Hamilton Mourão die Zuständigkeit abgesprochen, über die Angelegenheit zu sprechen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Um das klarzustellen: Artikel 84 besagt, dass die Person, die über dieses Thema spricht, der Präsident ist. Und der Präsident heißt Jair Messias Bolsonaro. Punkt“, sagte Bolsonaro in einer Übertragung in sozialen Medien am Donnerstag mit Außenminister Carlos França (Ortszeit).

Vizepräsident: „Brasilien nicht mit einem Einmarsch in ukrainisches Gebiet einverstanden“

Mourão hatte die Invasion Russlands in die Ukraine verurteilt. „Brasilien ist nicht neutral. Brasilien hat sehr deutlich gemacht, dass es die Souveränität der Ukraine respektiert“, sagte der Vize-Präsident Hamilton Mourão im brasilianischen Fernsehen. „Also ist Brasilien nicht mit einem Einmarsch in ukrainisches Gebiet einverstanden.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Bolsonaro hatte sich zunächst nicht geäußert. Bei einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau am vergangenen Mittwoch sagte der rechte Staatschef, Brasilien sei „solidarisch“ mit Russland.

Er ließ es allerdings offen, ob er sich dabei auf den Konflikt mit der Ukraine bezog. Die brasilianische Diplomatie ist traditionell dafür bekannt, möglichst keine Partei zu ergreifen und außenpolitische Konflikte zu vermeiden.

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen