Am 1. März tritt Insektenschutzpaket in Kraft

Naturschutzbund fordert von Ampelkoalition endgültiges Aus für Glyphosatzulassung

Eine Honigbiene fliegt auf den Blütenstempel eines blühenden Krokus zu (Symbolfoto).

Eine Honigbiene fliegt auf den Blütenstempel eines blühenden Krokus zu (Symbolfoto).

Berlin. Am 1. März 2022 tritt das im vergangenen Jahr von der großen Koalition novellierte Bundesnaturschutzgesetz in Kraft. Zusammen mit der ebenfalls geänderten Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung soll damit für mehr Insektenschutz und Biodiversität in Deutschland gesorgt werden.

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Der Naturschutzbund Deutschlands (Nabu) hält das Insektenschutzpaket für einen Schritt in die richtige Richtung. Es sei allerdings noch ein langer Weg, bis Insekten wirksam geschützt würden.

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Nabu-Präsident Jörg-Andreas Krüger fordert vor allem hinsichtlich des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat ein „unmissverständliches Zeichen“ von SPD, Grünen und FDP. „In ihrem Koalitionsvertrag hat die Ampelregierung versprochen, dass Glyphosat bis Ende 2023 vom Markt kommt“, sagte Krüger dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Hier muss sie also Wort halten und sich gegen eine Wiederzulassung aussprechen.“

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Laut Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung, die seit September 2021 gilt, ist die Anwendung glyphosathaltiger Mittel mit dem Auslaufen der Zulassungen verboten.

Der Nabu befürchtet jedoch, dass sich der Termin des Ausstiegs noch verschiebt, falls die EU-weite Zulassung für Glyphosat Ende 2022 verlängert wird. An entsprechenden Anträgen wird auf EU-Ebene bereits gearbeitet. Krüger: „Von einem Ausstieg kann dann also keine Rede sein, denn das nationale Verbot ist vom Ausgang des Zulassungsverfahrens des Wirkstoffs Glyphosat auf EU-Ebene abhängig.“

Die Naturschützer sehen beim Insektenschutz in Deutschland weitere offene Baustellen, wie die Nabu-Expertin für Biodiversität und Entomologie, Laura Breitkreuz, sagt. „Es fehlen konkrete Verbote für Himmelsstrahler, Insektenlichtfallen sowie die rechtliche Umsetzung des Refugialflächenansatzes.“ Der mache die Anwendung von biodiversitätsschädigenden Pestiziden davon abhängig, ob Rückzugsflächen für Pflanzen und Tiere auf und angrenzend an Anwendungsflächen vorhanden seien.

Breitkreuz fordert, „endlich eine allgemeine Strategie zur Reduktion der Risiken durch Pestizide in der gesamten Agrarlandschaft auf den Weg zu bringen. Das sind wichtige Bausteine, um die negativen Auswirkungen auf die Biodiversität zu kompensieren.“

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