New York: US-Richter will Verleumdungsklage von Sarah Palin abweisen

Sarah Palin, ehemalige Gouverneurin von Alaska, streckt ihre Zunge heraus, als sie das Bundesgericht verlässt. Palins Verleumdungsklage gegen die New York Times wurde am Donnerstag vor Gericht verhandelt. Die ehemalige Gouverneurin von Alaska behauptet, die Zeitung habe ihren Ruf durch einen Leitartikel geschädigt.

Sarah Palin, ehemalige Gouverneurin von Alaska, streckt ihre Zunge heraus, als sie das Bundesgericht verlässt. Palins Verleumdungsklage gegen die New York Times wurde am Donnerstag vor Gericht verhandelt. Die ehemalige Gouverneurin von Alaska behauptet, die Zeitung habe ihren Ruf durch einen Leitartikel geschädigt.

New York. Ein Richter hat am Montag die Abweisung der Verleumdungsklage der ehemaligen Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, gegen die „New York Times“ angekündigt. Palin hatte behauptet, die Zeitung habe ihren Ruf durch einen Leitartikel geschädigt, der ihre Wahlkampfrhetorik fälschlicherweise mit einer Massenerschießung in Verbindung bringt.

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US-Bezirksrichter Jed Rakoff traf diese Entscheidung noch während die Geschworenen in dem Prozess in New York City berieten. Palin habe nicht nachweisen können, dass die „Times“ aus Böswilligkeit gehandelt habe, was bei Verleumdungsklagen gegen Personen des öffentlichen Lebens erforderlich sei, sagte Rakoff. „Dies ist die Art von Fall, die unweigerlich in die Berufung geht“, ergänzte er.

Die Geschworenen beendeten den Tag, ohne ein Urteil zu fällen. Sie sollten ihre Beratungen am Dienstag fortsetzen.

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Palin: Äußerung des Richters setzt „System außer Kraft“

Außerhalb des Gerichtsgebäudes äußerte Palin ihre Verwunderung darüber, dass der Richter Stellung bezog, bevor die Geschworenen ihre eigene Entscheidung trafen. „Dies ist ein Geschworenenprozess, und wir schätzen dieses System sehr. Was immer da drin passiert ist, setzt das System außer Kraft“, sagte die Republikanerin. Sowohl ihre Anwälte als auch die der „Times“ verließen das Gericht, ohne sich zu äußern.

Palin hatte die Zeitung 2017 verklagt und behauptet, diese habe ihrer Karriere als politische Kommentatorin und Beraterin mit dem Leitartikel über Waffenkontrolle geschadet. Darin schrieb die „Times“, dass Palins politisches Aktionskomitee vor der Massenschießerei 2011 in Arizona, bei der die ehemalige US-Abgeordnete Gabby Giffords schwer verletzt und sechs weitere Menschen getötet wurden, zu einer Atmosphäre der Gewalt beigetragen habe, indem es eine Karte der Wahlbezirke in Umlauf gebracht habe, auf der der von Gifford und 19 weiteren Demokraten in einem stilisierten Fadenkreuz abgebildet waren.

Zeitung räumte Fehler ein

Die Zeitung räumte später ein, dass der Leitartikel sowohl die Karte als auch eine Verbindung zu den Schüssen falsch beschrieben habe, sagte aber, der Fehler sei nicht beabsichtigt gewesen.

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Trotz seiner Position sagte Richter Rakoff, er sei „kaum überrascht, dass Frau Palin eine Klage eingereicht hat. ... Ich denke, dies ist ein Beispiel für eine sehr unglückliche redaktionelle Arbeit seitens der Times.“

RND/AP

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