Als erste Bundesländer

Noch im Dezember: Bayern und Sachsen-Anhalt schaffen Maskenpflicht im ÖPNV ab

Ein Mann sitzt mit FFP2-Maske in der U-Bahn. (Symbolbild)

Ein Mann sitzt mit FFP2-Maske in der U-Bahn. (Symbolbild)

München. In Bayern wird zum 10. Dezember die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr abgeschafft. Dies sei aufgrund der aktuellen stabilen Infektionslage nicht mehr angemessen, hieß es am Dienstag nach Angaben aus Regierungskreisen. Ab dem 10. Dezember soll es demnach nur noch eine Empfehlung zum Tragen der Masken geben.

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Sachsen-Anhalt schafft die Maskenpflicht im ÖPNV zum 8. Dezember ab. Darauf hat sich das Kabinett am Dienstag verständigt, wie aus Regierungskreisen verlautete. Auch Sachsen-Anhalt setze damit auf mehr Eigenverantwortung beim Schutz vor Corona-Infektionen.

Zum Schutz vor der Übertragung von Infektionen mit dem Coronavirus hatte Bayern wie auch andere Bundesländer im April 2020 das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen in der Öffentlichkeit beschlossen. Mit dem Sinken der Zahl der schweren Corona-Erkrankungen wurde die Pflicht schrittweise zurückgenommen. Der Öffentliche Nahverkehr, wo es häufig zu Gedränge in Bussen und Bahnen und Körperkontakten unter Fahrgästen kommt, ist noch eine der letzten öffentlichen Situationen, in denen Masken in Bayern vorgeschrieben sind.

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Ministerpräsident Kretschmann: Maskenpflicht im Südwesten bleibt

In Baden-Württemberg bleibt man bei der Vorgabe zur Maskenpflicht für Bus- und Bahnfahrende. Anders als etwa in Bayern oder Sachsen-Anhalt wird der Südwesten zumindest bis Ende des Jahres an der Maskenpflicht festhalten, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

Aus Sicht des Grünen-Politikers spricht derzeit vieles dafür, die Maskenpflicht nicht abzuschaffen. Kretschmann nannte als Beispiel den Weihnachtsverkehr. Deshalb wolle man nicht übertreiben. „Das kann man auch anders sehen. Das ist jetzt nicht die große gravierende Frage“, sagte Kretschmann.

Ein Jahr Ampel: Wo stehen SPD, Grüne und FDP?

Vor einem Jahr am 8. Dezember ist die Ampelregierung angetreten und wollte „mehr Fortschritt“ wagen.

NRW hält an Maskenpflicht im ÖPNV fest

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hält an der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen im öffentlichen Personennahverkehr fest. Das bestätigte eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Änderungen an den aktuellen Regelungen seien aufgrund der stagnierenden Corona-Infektionszahlen aktuell „nicht angemessen“.

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Außerdem sei ein Mund-Nase-Schutz im Fernverkehr vom Bund vorgegeben. Würde eine Maskenpflicht im ÖPNV entfallen, sei es den Bürgerinnen und Bürgern „schwer zu vermitteln, warum sie in den Zügen des Fernverkehrs eine Maske tragen müssen“, so die Sprecherin weiter.

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Die Debatte um die Maske

Die Maskenpflicht im Personennahverkehr war immer wieder Streitpunkt in der öffentlichen Debatte, auch in der Landespolitik. Zuletzt hatten sich in Bayern die Freien Wähler vehement für die rasche Abschaffung eingesetzt und auf die Freiwilligkeit für die Bürger gepocht. Mediziner sind dagegen der Ansicht, die Maskenpflicht sollte bleiben oder sogar ausgeweitet werden, da das Bedecken von Mund und Nase nicht nur gegen die Übertragung von Coronaviren schützt, sondern auch gegen andere Viruserkrankungen, etwa die derzeit kursierenden Influenza-Viren oder das RS-Virus bei Kindern.

RND/dpa

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