Paris: Angreifer vor Nôtre-Dame niedergeschossen

Polizisten sperren den Bereich um die Kathedrale Nôtre-Dame im Herzen von Paris ab.

Polizisten sperren den Bereich um die Kathedrale Nôtre-Dame im Herzen von Paris ab.

Paris. Der Angreifer gab sich bei einer Personenkontrolle als algerischer Student aus. Dann habe er er laut Frankreichs Innenminister Gérard Colomb „Das ist für Syrien“ gerufen und sich mit einem Hammer auf einen Polizisten gestürzt. Der wurde nur leicht am Kopf verletzt. Der Angreifer war neben dem Hammer noch mit mehreren Küchenmessern bewaffnet. Der von ihm attackierte Polizist sei vor der Kathedrale auf Patrouille gewesen. Der Attentäter sei von einem weiteren Beamten „neutralisiert“ worden. Er wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

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Der Angreifer habe sich später als „Soldat des Kalifats“ der Terrormiliz Islamischer Staat bezeichnet, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlerkreise. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein.

Die Polizei sperrte den Bereich um die Kathedrale weiträumig ab; zahlreiche schwerbewaffnete Beamte waren im Einsatz. Rund 900 bis 1000 Menschen wurden nach Angaben der Diözese von Paris aus Sicherheitsgründen zeitweise in dem Gotteshaus festgehalten. Sie konnten die Kathedrale später nach und nach verlassen und wurden dabei von der Polizei durchsucht. Alles sei sehr ruhig abgelaufen, sagte Bistums-Sprecherin Karine Dalle der Deutschen Presse-Agentur.

Die Polizeibehörde hatte zuvor eine Sicherheitsoperation in der Gegend gemeldet und Personen aufgefordert, sich von dort fernzuhalten. Zahlreiche Polizeiwagen waren in der Gegend auf der Insel in der Seine im Zentrum der französischen Hauptstadt zu sehen.

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Frankreich wird seit rund zweieinhalb Jahren von einer beispiellosen islamistischen Terrorserie erschüttert; knapp 240 Menschen wurden bei Anschlägen ermordet. Mehrfach standen dabei Sicherheitskräfte im Visier. Mitte April war ein Polizist auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Élysées von einem Gewalttäter erschossen worden.

In Frankreich gilt weiter der Ausnahmezustand, der nach den Anschlägen vom 13. November 2015 verhängt worden war. Der Ausnahmezustand soll nach Plänen der Regierung bis Anfang November 2017 verlängert werden.

Von RND/AP

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