Putin lädt Steinmeier ein – Trump schweigt

EU-Ratspräsident Donald Tusk (l.o.), der polnische Präsident Andrzej Duda (M.o.), Russlands Präsident Wladimir Putin (r.o.), US-Präsident Donald Trump (l.u.), Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault (M.u.), Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen (r.u.).

EU-Ratspräsident Donald Tusk (l.o.), der polnische Präsident Andrzej Duda (M.o.), Russlands Präsident Wladimir Putin (r.o.), US-Präsident Donald Trump (l.u.), Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault (M.u.), Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen (r.u.).

Moskau/Brüssel. Der neu gewählte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat auch viele Glückwünsche aus dem Ausland erhalten. Aus den USA zunächst nicht. Auch US-Präsident Donald Trump meldete sich bisher nicht. Allerdings hatte Steinmeier Trump im US-Wahlkampf auch als „Hassprediger“ bezeichnet.

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Steinmeier wird Bundespräsident: So reagiert das Ausland

Russlands Staatschef Wladimir Putin hofft auf stabile bilaterale Beziehungen und eine "produktive Zusammenarbeit". Er lud Steinmeier zu einem Besuch nach Russland ein, "wann immer es ihm passt". Putin sei daran interessiert, "den konstruktiven Dialog wie aktuelle Fragen der bilateralen und internationalen Tagessordnung fortzusetzen", teilte der Kreml mit. Die Amtszeit des neuen Bundespräsidenten beginnt am 19. März.

EU-Ratspräsident Donald Tusk betonte in einem Glückwunschschreiben: "Ihre Ernennung erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt für Europa." Zahlreiche externe und interne Herausforderungen seien so groß wie nie zuvor und die europäische Einheit wichtiger denn je. "Den weiteren Beiträgen Deutschlands zum europäischen Projekt sehe ich erwartungsvoll entgegen."

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Der britische Außenminister Boris Johnson twitterte: "Glückwünsche an Frank-Walter #Steinmeier zu seiner Wahl zum deutschen Bundespräsidenten."

Roms Ministerpräsident Paolo Gentiloni meldete sich mit folgendem Tweet: "Froh über die Wahl von Frank-Walter #Steinmeier zum Bundespräsidenten Deutschlands. Das ist eine gute Nachricht für Italien und Europa."

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko schrieb auf Twitter: "Ich gratuliere Frank-Walter Steinmeier, einem großen Freund der Ukraine, zur Wahl des Bundespräsidenten der BRD! Ich rechne mit der Fortsetzung einer freundschaftlichen und fruchtbaren Zusammenarbeit für das Blühen des vereinten Europas - eines demokratischen und freien."

Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der selbst erst seit Ende Januar im Amt ist, schrieb: "Die hohe Zustimmung in der Bundesversammlung ist ein Zeichen des großen Vertrauens." Er freue auf eine enge Zusammenarbeit. "Unsere beiden Länder verbindet eine enge Freundschaft. Diese enge Freundschaft hoffe ich durch persönliche Kontakte mit Ihnen weiter festigen zu können."

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras schrieb auf Twitter: "Steinmeiers Wahl ist eine Nachricht der Hoffung, der Einheit und der Unterstützung der demokratischen und sozialen Werte, in einem Moment, wo Europa und die internationale Gemeinschaft vor großen Herausforderungen stehen."

Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault gratulierte in zwei Tweets auf Deutsch und Französisch. "Glückwunsch an meinen Freund & neuen BPräs FW Steinmeier. Mein vollstes Vertrauen in seinen Beitrag zur Einheit der EU & dt-frz Freundschaft."

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Der polnische Präsident Andrej Duda twitterte ebenfalls zweisprachig: "Herzlichen Glückwunsch, Herr Bundespräsident!"

Litauens Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite schrieb auf Twitter: "Glückwünsche und viel Erfolg dem designierten #Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier!"

Der lettische Außenminister Edgars Rinkevics meldete sich ebenfalls via Kurznachrichtendienst: "Herzlichen Glückwunsch, Herr Präsident!". Steinmeier war als Außenminister ein häufig gesehener Gast im Baltikum.

Aus den USA wurde bisher keine Reaktion bekannt. Auf Twitter, seinem bevorzugten Veröffentlichungskanal, berichtete US-Präsident Donald Trump von seinem Treffen mit dem japanischen Premier Shinzo Abe und gratulierte seinem Berater Stephen Miller – dieser habe seine Chef in Fernsehsendungen am Sonntagmorgen vertreten und einen guten Job gemacht.

Von dpa/RND/wer

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