Schwere Vorwürfe des Kremlchefs

Putin: Ukraine ist „Rammbock“ der USA gegen Russland und hat seine Souveränität verloren

Russland, Wladimir Putin während Übung der russischen strategischen Abschreckungskräfte RUSSIA, MOSCOW - OCTOBER 26, 2022: Russia s President Vladimir Putin, commander-in-chief of the Russian Armed Forces, conducts an exercise of the Russian strategic deterrence forces from Moscow s Kremlin. Ballistic and cruise missiles were launched during the exercise. Alexei Babushkin/Russian Presidential Press and Information Office/TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY 55553760

Russland, Wladimir Putin während Übung der russischen strategischen Abschreckungskräfte RUSSIA, MOSCOW - OCTOBER 26, 2022: Russia s President Vladimir Putin, commander-in-chief of the Russian Armed Forces, conducts an exercise of the Russian strategic deterrence forces from Moscow s Kremlin. Ballistic and cruise missiles were launched during the exercise. Alexei Babushkin/Russian Presidential Press and Information Office/TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY 55553760

Moskau. Die Ukraine hat nach Ansicht von Kremlchef Wladimir Putin ihre Souveränität als Staat „faktisch“ verloren und die Steuerung des Landes den USA überlassen.

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Die USA nutzten die Ukraine heute als „Rammbock“ gegen Russland und den postsowjetischen Raum, sagte Putin am Mittwoch bei einer Sitzung von Vertretern der staatlichen Sicherheitsorgane der Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Zu den GUS-Mitgliedern gehören unter anderem die früheren Sowjetrepubliken Belarus und Armenien, die zentralasiatischen Staaten Kasachstan und Kirgistan. Er forderte die Geheimdienste der Länder auf, wachsam zu sein.

Nato-Generalsekretär richtet sich an Putin und erneuert Warnungen

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat von Bord eines US-amerikanischen Flugzeugträgers aus Warnungen an den russischen Präsidenten Wladimir Putin erneuert.

Putin wiederholt Vorwurf einer „schmutzigen Bombe“

Die USA würden die Ukraine immer mehr mit schweren Waffen ausrüsten und dabei ignorieren, dass das Land nach einer Atombombe strebe. „Es ist auch bekannt, dass es Pläne gibt für eine Provokation, eine so sogenannte schmutzige Bombe einzusetzen“, behauptete der 70-Jährige. Die russische Führung behauptet seit Tagen immer wieder, dass die Ukraine den Einsatz einer solchen radioaktiv verseuchten Bombe plane, ohne dafür Beweise vorzulegen.

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Die Ukraine weist diese Anschuldigungen als „Unsinn“ und Desinformationskampagne Putins zurück. Auch der Westen sieht keine Hinweise darauf.

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Ukraine hat Internationale Atomenergiebehörde eingeladen

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu telefonierte ungeachtet dessen weiter mit seinen Kollegen etwa in China und Indien, um auf eine solche Gefahr hinzuweisen. Der Kreml teilte mit, dass Moskau dazu auch im Gespräch mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sei. Die Ukraine hatte IAEA-Experten eingeladen, sich selbst im Land von der Haltlosigkeit der russischen Anschuldigungen zu überzeugen.

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Indiens Verteidigungsminister Rajnath Singh hat seinen russischen Kollegen Sergej Schoigu ermahnt, dass keine Seite im Konflikt in der Ukraine eine Atombombe einsetzen dürfe. Singh betonte in einem Telefonat, dies würde gegen den Grundsatz der Menschlichkeit verstoßen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Neu Delhi am Mittwoch mit. Wie bei Anrufen in anderen Hauptstädten habe Schoigu die Befürchtung geäußert, dass die Ukraine eine nuklear verseuchte „schmutzige Bombe“ entwickeln und einsetzen könnte.

Eine „schmutzige Bombe“ besteht aus radioaktivem Material, das mit konventionellem Sprengstoff freigesetzt wird. Im Unterschied zu einer Atombombe kommt es zu keiner nuklearen Kettenreaktion. Russland hatte die Vorwürfe am Sonntag publik gemacht, die Ukraine sowie die USA, Frankreich und Großbritannien wiesen diese zurück. Vielmehr sieht sich Russland dem Verdacht ausgesetzt, selbst den Einsatz einer „schmutzigen Bombe“ in der Ukraine vorzubereiten.

RND/dpa

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